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Dienstag, 17. März 2015

Marktausblick: Griechenland-Krise

Hans-Joachim Schüngeler  / pixelio.de

Es ist schon höchst interessant mit anzusehen, wie der deutsche Leitindex (DAX) fast täglich neue Rekorde bricht und das bei einem Nachrichtenumfeld, welches den Anleger nicht in Freudentaumel versetzt. Die letzten Wochen waren seit der Griechenland-Wahl Ende Januar wieder stark von der Zahlungsunfähigkeit und -willigkeit dieses Landes geprägt. 




Nebenbei startet in den USA die Debatte um die Anhebung des dortigen Leitzinses, welches auch durchaus Sinn ergibt, da die amerikanische Wirtschaft längst aus dem Tal der Krise herausgekommen ist und zu geringe Zinsen die falschen Anreize setzen würden. Nicht zu letzt belastet die Ukraine Krise nach wie vor die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Russland.

Folgend eine kleine Auswahl der notwendigen Reformen, die die Troika vorschlägt und wogegen sich die linke griechische Regierung widersetzt.

  • Bürokratieabbau im öffentlichen Sektor → Effizienzsteigerungen durch Kostenreduktion, d.h. Personaleinsparungen und eine Umstrukturierung der Aufgaben
  • Privatisierungen vorantreiben und nicht aufgeben (laut Troika lassen sich bis 2020 bis zu €18 Mrd. damit erzielen)
  • Liberalisierung der Wirtschaft, vereinfachte und gerechtere Steuergesetzgebung um Investitionen anzulocken
  • Korruption beseitigen
  • Rentensystem und Justizwesen reformieren

Zwar verspricht die stärkste Regierungspartei SYRIZA, dass sie Steuern für Reiche anheben und die Korruption beseitigen wolle, doch ernsthafte Gesetzesvorschläge sind bisher nicht in das Parlament eingegangen.

Die EZB und die beiden Hilfsprogramme haben sehr viel Zeit für die griechischen Regierungen gekauft. Leider ist viel Zeit verstrichen ohne, dass viel passiert ist. Klar ist gibt in einigen Bereichen Lichtblicke und manche Politiker sprechen davon, dass man Licht am Ende des Tunnels sehen würde. Ich bin da weiterhin eher skeptisch und halte die Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite für unvermindert hoch.

Dem Anleger kann ich aktuell nur empfehlen nicht blindlings den DAX-Ständen hinterher zu laufen. Eine Korrektur wird über kurz oder lang auch dort eintreten. Zudem gleichen die hohen Renditen nur die immensen Verluste des Euro gegen andere Währungen wie beispielsweise den Dollar aus. Man sollte deshalb ein Produkt wählen, dass weltweit engagiert ist und gerade im Dollar stark investiert ist. 

1 Kommentar:

  1. Das ganze mit Griechenland wird so was von in die Hose gehen da werden so einige sich noch wundern...
    Zu letzt wird die Zeche der Steuerzahler übernehmen müssen.
    Traurig aber wahr...
    Es wird nicht mehr lange dauern...

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