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Dienstag, 24. Dezember 2013

Das Handeln der Zentralbanken 2014

Was hat die FED vor?
Am 18.12 beschloss der Offenmarktausschuss der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve ihre monatlichen Anleihekäufe (Quantitive Easing 3) von 85Mrd.$ auf 75Mrd.$ zu senken. Die Begründung: Gute Arbeitsmarktdaten und eine anziehende Konjunktur in den USA.
Unverändert soll allerdings die Nullzinspolitik bleiben, obwohl die Arbeitslosenquote aktuell bereits bei lediglich 7% ist. Die FED hat darüber hinaus zugesichert, dass selbst bei einem weiteren Absinken der Arbeitslosenquote die niedrigen Zinsen für die nächsten Jahre nicht wieder angehoben werden. Dies dürfte ein deutliches Signal an die internationalen Finanzmärkte sein, dass die Party noch lange nicht beendet ist. Es wird die Blasenbildung (auch im DAX) eher fördern, als behindern. Es gilt deshalb kritisch zu bleiben und seine Stops immer mitzuziehen.
Ich gehe deswegen davon aus, dass wir mittelfristig deutliche volatilere Zeiten erleben werden.


Wie macht die EZB weiter?
Die Europäische Zentralbank befindet sich weiterhin mitten in ihrem OMT-Programm (Outright Monetary Transactions - unbegrenzte Staatsanleihekäufe). Diese Anleihen sollen, um dem Vorwurf der direkten Staatsfinanzierung zu umgehen, nur auf dem Sekundärmarkt erworben werden. Dadurch wird allerdings trotzdem massiv Einfluss auf die Marktkräfte genommen, denn jeder Investor kann sich sicher sein, seine erworbenen Anleihen vor Laufzeitende auch ohne Abschläge weiter an die EZB verkaufen zu können.

Linda Karlsson/pixelio.de
Man muss dazu anmerken, dass es wohl ganz ohne Bedingungen nicht geht, aber es dürfte sich hier eher um Formalia handeln:
Zunächst muss von einem Eurozonen-Mitgliedsstaat beim EFSF/ESM Hilfe beantragt und die Auflagen akzeptieren werden, erst dann unterstützt die EZB die Staatsfinanzierung über Anleihekäufe. Allerdings, wo werden dort die Grenzen gezogen, was passiert genau, wenn der Antragssteller seinen Verpflichtungen nicht oder nur ungenügend nachkommt? Darüber schweigt sich die EZB aus!

Nicht zu vergessen: Zwischen Mai 2010 und Anfang 2012 hat die EZB bereits mehr als 220Mrd. für Staatsanleihen der sogenannten PIIGS-Staaten ausgeben. Das OMT könnte diese Menge noch weit übertreffen. Die EZB geht (auch wegen des fehlenden vorrangigen Gläubigerstatus) sehr hohe Risiken in seinen Bilanzen ein, die im Notfall der Steuerzahler zu schließen hätte!

Der Niedrigstzins bei aktuell 0,25% soll auch für die nächste Zeit uneingschränkt gelten, wenn nicht sogar endgültig auf 0% gesetzt werden. Das Geld fließt also munter an die Banken des Eurosystems, die nicht nur kräftig in die Aktien- und Immobilienmärkte investieren, sondern auch in die Staatsanleihen der Peripherie, ein Beispiel:
Spanische und italienische Banken greifen mehr und mehr auf heimische Staatsanleihen zurück, diese gelten nach den aktuellen und neuen Bestimmungen (Basel III) für das Eigenkapital als risikofrei (haben also denselben Risikostatus wie Bargeld!), d.h. kein zusätzliches Kapital muss hinterlegt werden, die Abhängigkeit zwischen den Banken und ihren Staaten steigt damit → wird einer der Staaten zahlungsunfähig gerät das gesamte europäische vll. sogar weltweite Bankensystem wieder unter die Räder.

Sehr problematisch könnte es werden, wenn sich der Ton von einigen Ministerpräsidenten in Südeuropa noch weiter verschärft:
So fordert Enrico Letta (MP Italien), dass die EZB neben dem Ziel der Preisstabilität innerhalb der Eurozone auch die Wechselkurse im Auge behalten sollte, um die Exporte gerade für südeuropäische Länder in die Welt anzukurbeln. Der Euro/Dollar-Kurs steht momentan bei 1,37€/$. Letta fordert geldpolitische Maßnahmen diesen deutlich abzusenken, er fordert damit offen vorhandene Kaufkraft der Europäer zu senken. Zudem werden immer wieder Töne laut, dass sich neben den Eurostaaten auch Banken direkt beim EFSF/ESM rekapitalisieren können sollen. Damit würden aber ungerechtfertigter Weise die Staatsbilanzen frisiert. Wie sollen somit Risiko und Haftung für eine funktionierende Marktwirtschaft, das heißt auch für ein funktionierendes Europa, wieder zusammengeführt werden?


Samstag, 21. Dezember 2013

EUMA-Indikator DAX: 22.12.2013

Das Marktgeschehen lässt sich momentan an Langeweile kaum überbieten. Der DAX steht nach einer kleinen Korrektur auf die 9000 Punkte nun wieder bei 9400, eine stärkere Abwärtsbewegung hätte ich deutlich spannender empfunden.  Der EUMA-Indikator wird davon nicht profitieren können, dafür war die Korrektur zu schwach. Erst bei EUMA-Werten oberhalb der 2,5 werden Kaufsignale generiert. Der Trend des Deutschen Aktienindex zeigt weiterhin deutlich nach oben, d.h. Werte von 10.000 Punkten und mehr sind für 2014 eher wahrscheinlich, als unwahrscheinlich. Dahingegen wird der EUMA-Indikator sich erst einmal wieder abschwächen.

Für den anhaltenden Aufwärtstrend sprechen das positive Konsumklima und die Arbeitsmarktdaten aus den USA und Deutschland, zudem hört man von der europäischen Peripherie medial gar nichts mehr. Die EZB und die anderen Zentralbanken der Welt halten die Zinsen für Staatsanleihen künstlich niedrig und die Aktienmärkte werden ungerechtfertigt stark mit Liquidität versorgt.


Die nächste Korrektur kommt bestimmt. Doch aktuell eignen sich vor allem trendfolgende Aktienstrategien und keine Umkehrstrategien (u.a. EUMA-Indikator). Diese sind dann besonders erfolgreich, wenn viel Unsicherheit im Markt vorhanden ist und der richtige Preis für ein Wertpapier besonders stark um den "realen" Wert schwankt.
Doch sollte jeder, der momentan im Markt investiert ist, dennoch wachsam sein. Irgendwann ist jede Börsenparty vorbei und die Kurse brechen ein. Klar definierte Ausstiegsregeln können vor zu starken Verlusten retten. 

mit freundlicher Unterstützung von onvista.de


Dienstag, 15. Oktober 2013

EUMA-Indikator DAX: 15.10.2013

Die Märkte berauschen sich gerade! Eine andere Erklärung für die fast wöchentlich neuen Höchststände des DAX fallen mir nicht ein. Das aktuelle Klima wird sicherlich von dem nahen Ende des Fiskalstreits zwischen Republikanern (insbesondere TeaParty) und den Demokraten verstärkt. Ebenso die Bernanke Nachfolgerin Janet Yellen, welcher beste Gelddruckmentalitäten nachgesagt werden, wird die Märkte bis auf Weiteres nicht verunsichern. Jegliche anderslautende Äußerungen werden unmittelbar zu empfindlichen Kursreaktionen an den internationalen Börsen führen.

In Anbetracht der Umstände wird Gold immer interessanter, da es wohl als einer der wenigen liquiden Anlagen einen guten Inflationsschutz verspricht. Der Goldpreis befindet sich seit etwa einem Jahr in einem stabilen Abwärtstrend, doch kann Gold nicht ins Bodenlose fallen, da die Fördermengen ab bestimmten Preisuntergrenzen gekürzt werden. Meiner Ansicht nach, sollte man die aktuelle Schwäche zu vorsichtigen Nachkäufen nutzen.

Der EUMA-Indikator DAX löste vor wenigen Tagen ein uneindeutiges Verkaufssignal aus, welches aber durch das zu schwache (und damit nicht getätigte) Kaufsignal von Anfang/Mitte September keine Bedeutung hat.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 40

Es wird wieder Zeit einige der hier im Blog vorgestellten Aktienstrategien im Renditevergleich gegeneinander antreten zu lassen. Wir sehen deutlich, dass die Relative Stärke ihre Outperformance weiterhin behaupten kann. Die Bollinger-Bänder und die 200-Tage-Linie sind etwa gleichauf mit dem bloßen Investment in ein DAX-ETF. Alle anderen Aktienstrategien kommen nicht richtig in Fahrt, ganz zu schweigen vom MACD Indikator dieses Jahr. Der EUMA-Indikator kann seine Rendite hauptsächlich deshalb nicht ausfahren, da er durch die geringe Volatilität des DAX kaum Kauf- bzw. Verkaufssignale sendet.

Bollinger-Bänder: 17.09.2013: Verkauf bei 8597 Punkten

Sell-in-Summer:   01.10.2013: Kauf bei 8619 Punkten

MACD-Indikator:  16.09.2013: Kauf bei 8613 Punkten

EUMA-Indikator: steht wieder kurz vor einem schwachen Verkaufssignal, mehr dazu im nächsten EUMA Post


Freitag, 27. September 2013

EUMA-Indikator VW: 27.09.2013

Entgegen der anfänglichen Erwartung ein erneut schwaches Kaufsignal vom EUMA-Indikator zu erhalten, gab es eine abrupte Trendwende (zu sehen im Lupenausschnitt). Damit wird das nächste Kaufsignal zumindest uneindeutig, beim Erreichen der Schwelle 5 sogar eindeutig. Ohne diese Trendwende hätten wir wieder ein zu fehlerhaftes Kaufsignal erhalten, welches ohne jegliche Bedeutung gewesen wäre.

Unter Umständen erkennen wir jetzt schon die ersten leichten Korrekturbewegungen am deutschen Aktienmarkt im Zusammenhang mit der Rot-Rot-Grünen Mehrheit im Bundestag. Egal ob die Union mit den Roten oder den Grünen eine Koalition bildet. Steuererhöhung scheinen unvermeidlich. Das trifft die international sehr gut aufgestellten deutschen DAX-Unternehmen zwar nicht ins Mark, dürfte aber nicht ganz spurlos an ihnen vorübergehen. Gerade aber der deutsche Mittelstand (oft Zulieferer der großen DAX-Konzerne) würden unter unsinnigen Vermögensabgaben stark belastet werden. 

Letztlich glaube ich aber nicht an eine nachhaltige Korrektur, dafür sind die Märkte noch zu sehr mit billigem EZB-Geld überschwemmt und es fehlen einfach die Ausweichmöglichkeiten für Investoren.



Dienstag, 17. September 2013

EUMA-Indikator DAX: 17.09.2013

Parallel zur Auswertung des EUMA-Indikators auf die VW VZ Aktie sehen Sie folgend die Anwendung auf den DAX.

Auf Grund der deutlich geringeren Volatiltität des DAX im Vergleich zu Einzelaktien schafft dieser auch deutlich seltener den Ausbruch über die 5er Grenzen. Wie Sie sehen ist dies im Jahr 2013 nur ein einziges Mal gelungen und zwar beim eindeutigen Verkaufssignal vom 06.06.2013.

Vor kurzem, am 12.09.2013, durchkreuzte die EUMA K Linie wieder den EMA K von oben nach unten. Bei entsprechender Amplitude ein Kaufsignal, allerdings lag diese zuletzt bei etwas mehr als 1. Dies betrachte ich als zu unsicher, denn selbst uneindeutige Kaufsignale werden erst bei einer Überschreitung der 2,5er Marke generiert.



Nichtsdestotrotz können wir beim Aufschlagen der Zeitung Titel wie "Der DAX steigt auf ein neues Rekordhoch" lesen. Ich sehe diese Entwicklung angesichts der massiven ökonomischen Verwerfungen die sowohl in Europa (Produktivitätsverzerrungen durch den Euro + Staatsschulden) als auch in der USA (v.a. Staatsschulden) immer noch bestehen auf Sand gebaut. Die Politik der Federal Reserve wird den neuesten Erkenntnissen nach auch in Zukunft eine Politik des lockeren Geldes betreiben (Quantitive Easing usw.). Sie können sich Ihre eigene Meinung darüber bilden, ob dieses Verhalten lediglich die Symptome kuriert oder wirklich die Ursachen bekämpft!

Deshalb gilt nach wie vor der Grundsatz der Wachsamkeit. Bauen Sie keine unnötigen Positionen auf. Verlieren Sie nicht den Überblick! Sichern Sie mit Stopps und/oder Optionen ab!


Montag, 16. September 2013

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 37

Die Top-4 Aktienstrategien konnten ihre Gewinne im Vergleich zur Vorperiode weiter ausbauen, allerdings konnte das pure Investieren in ein DAX-ETF hier den stärksten Zuwachs erreichen.
Der Sparplan auf den DAX-ETF muss dagegen ein leichtes Minus hinnehmen, insbesondere durch den Umstand, dass der Durchschnittskaufpreis stärker angestiegen ist, als gleichzeitig der DAX Kurs die Flucht nach vorne antreten konnte.

Beim EUMA-Indikator erleben wir keine Veränderungen. Dazu morgen mehr!

Mittwoch, 11. September 2013

EUMA-Indikator VW: 11.09.2013

Wie bereits im letzten Post angekündigt wurde das eindeutige Verkaufssignal erreicht. Dieses lag bei 182,1€ und wurde am 26.08.2013 ausgelöst. Dadurch brachte die letzte Empfehlung 14.13% Bruttorendite!

Aus dem aktuellen Chartbild heraus werden wir es bald vermutlich mit einem relativ schwachen uneindeutigen Kaufsignal zutun bekommen. Erhöht sich allerdings noch einmal der Druck auf die VW VZ Aktie, die sich ja vom letzten Schock binnen kürzester Zeit auf zuletzt 178,7€ erholen konnte, dann dürfte evtl. der Sprung über die 5er Marke gelingen. Solch ein Ereignis spricht sich für ein eindeutiges Kaufsignal aus.



Montag, 26. August 2013

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 34

Nach über einem halben Jahr gibt es wieder einen Renditevergleich, der geläufigsten Aktienstrategien.
Dieser soll von nun an wieder wöchentlich aktualisiert werden!

Es hat sich einiges getan: Zum ersten Mal überholt eine der vorgestellten Aktienstrategien die ganz normale Wette auf den DAX-ETF. Dies hat damit zu tun, dass der DAX Mitte Juni 2013 von über 8500 Punkten auf etwa 7700 abstürzte und sich gegenwärtig (8416,99 Punkte) immer noch unter dem Höchststand von Mai 2013 befindet. Die Relative-Stärke-Strategie konnte diesen Einbruch ausnutzen und überholte damit den DAX-ETF. Nur in solchen Situationen können Aktienstrategien ihren wahren Wert beweisen, solange der DAX fast ungehindert immer neue Höhen erklimmt, wird keine noch so ausgeklügelte Strategie dem Markt das Wasser reichen können. Nur Marktkrisen zeigen besonders gut auf, wie gut eine Aktienstrategie wirklich funktioniert. Bleiben wir gespannt wie es weiter geht!

Die einzelnen Kaufs- und Verkaufsorder sind jeweils bei den entsprechenden Excel-Dateien im Downloadbereich einsehbar (folgt in den nächsten Tagen).



Samstag, 17. August 2013

EUMA-Indikator VW: 17.08.2013

Da nun ja schon einige Zeit vergangen ist, die leider ohne Aktualisierung meinerseits verstrich, ergaben sich sogleich mehrere Ereignisse.

Das Kaufsignal aus dem April (152,6€) wurde bereits Mitte Juni durch den schon einsetzenden Abwärtstrend von Ende Mai von einem eindeutigen Verkaufssignal ergänzt. Dieses lag bei 158€. Das liegt leider deutlich unter den Kursen von über 170€, zu denen ich am 21.05.2013 bereits geschrieben habe, dass sich im Angesicht des hohen Kursgewinnes bereits zu diesem Zeitpunkt ein Verkauf lohnen würde. Allerdings verlor die Aktie nach dem Verkaufssignal weiter bis ca. 145€, so dass ich es nicht als Fehlsignal deuten mag.

Unterm Strich ergeben sich durch dieses erste eindeutige Kaufsignal von 2013 folgende Gewinne: 3.5% für den Kursanstieg und nochmal weitere 2,3% für das Einstreichen der Dividende am 26.04.2013.


Anfang Juli gab es dann ein weiteres Kaufsignal (159,55€), welches den Sprung in die Eindeutigkeit (Hürde liegt bei 5 s. Grafik) knapp verpasste. Bei insgesamt gut aufgestellten Unternehmen und keinem unmittelbaren gesamtwirtschaftlichen Risiko kann man allerdings auch diesem Kaufsignal folgen. Momentan sehe ich die Bedingungen dafür erfüllt, da die Euro-Krise noch! von EZB Geld in Schach gehalten wird. Das Verkaufssignal steht wieder unmittelbar bevor, d.h. wird von mir innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet. Momentan liegt der Kurs bei 183,35€, was einem theoretischen Bruttoplus von ca. 15% entsprechen würde. Auch hier ist meine Empfehlung wieder nicht zu lange zu pokern. 

Der EUMA-Indikator ist keinesfalls perfekt und wird von mir ständig angepasst. Nehmen Sie stets auch andere Indikatoren als zusätzliche Entscheidungshilfe für ihre Investments.

AKTIEN-STRATEGIEN legt wieder los!

Nach nun ziemlich langer Abstinenz vom Keyboard möchte ich wieder meine Kräfte fokussieren um wieder deutlich mehr zu posten. Dies betrifft vor allem den EUMA-Indikator, insbesondere für die Analyse von VW VZ und dem DAX-ETF der Deutschen Bank. Darüber hinaus werde ich den Renditevergleich der verschiedenen hier auf dem Blog vorgestellten Aktienstrategien aktualisieren.

Zudem ist die Euro-Krise leider immer noch ein sehr leidiges Thema, mit welchem sich die Anleger beschäftigen müssen, um langfristig erfolgreich zu sein. Deswegen werde ich mich auch diesem Thema wieder annähern. 

Ich danke für die doch sehr zahlreichen Webseitenaufrufe trotz der wenigen Posts in den letzten Monaten. Dies wird sich von nun an wieder zum Positiven wenden!

Dienstag, 21. Mai 2013

EUMA-Indikator VW: 21.05.2013

Die vor fast einem Monat empfohlene VW-VZ-Aktie (WKN: 766403) hat sich seitdem prächtig entwickelt. Kaufsignal war bei einem Kurs von 152,6€, aktuell stehen wir bei 171,65€. Das ist ein Renditeplus (brutto) von 12,5%. Nicht vergessen sollte man zudem die zwischenzeitliche Ausschüttung der Dividende in Höhe von 3,56€ je Anteilsschein. Insgesamt würde man so also auf eine Rendite von über 15% innerhalb von vier Wochen gelangen. 

Das bald kommende EUMA-Verkaufssignal erwarte ich in der ersten Juni-Hälfte. Vorsichtige Naturen können natürlich auch jetzt schon verkaufen und sich über ihren Gewinn freuen.


Montag, 29. April 2013

EUMA-Indikator VW: 28.04.2013

Das Kaufsignal ist wie erwartet eingetreten, allerdings schon letzten Donnerstag (25.04.2013) Abend zu einem Kurs von 152,6€. Dadurch hätte sich zudem eine Dividendenausschüttung (26.04.2013) in Höhe von 3,56€ pro Aktie ergeben. Die weitere Entwicklung der VW-Aktie bleibt abzuwarten. Der EUMA-Indikator gibt lediglich ein vergleichsweise starkes Kaufsignal heraus. Dies bedeutet allerdings nicht, dass dieses auch zwingend in Erfüllung geht. Aus der Vergangenheit lässt sich aber erahnen, dass auch dieses Mal Zuversicht angesagt ist.


Sonntag, 14. April 2013

EUMA-Indikator VW - 14.04.2013

Sehr interessant ist aktuell die Entwicklung der Volkswagen Vorzüge. Vom diesjährigen Höchststand bei etwa 185€ haben sie sich mittlerweile stark entfernt. Momentan befindet sich der Xetra-Kurs bei 147,8€.  Die starke ehemalige charttechnische Überwertung lässt sich gut aus dem Verbleib der EUMA V Linie unterhalb der EUMA Limits bei (-5 und 5) im Zeitraum von etwa 5 Monaten erkennen.

Doch plötzlich stehen wir wieder vor einem sehr starken Kaufsignal, das noch treffsicherer als das letzte vom 02.07.2012 sein könnte. Damals zog der Kurs von 124,5€ bis zum 27.08.2012 auf 144,2€ an. Das ergab ein Brutto-Plus von 15,82%.



Fundamental steht VW alles andere als schlecht da. Gerade durch die Baukastenmethode wird der Konzern noch viele Jahre die Kosten senken können und dadurch profitieren. Zudem verlagert sich das Hauptgeschäft immer stärker in die USA und nach China. Die Euro-Krise sollte also zu keinen besonders großen Ausfällen führen. Dies gilt natürlich nur solange diese nicht eskaliert und die Weltwirtschaft gleich mit herunterzieht. 

Als besonders akut sehe ich allerdings die Eskalation nicht. Vor allem weil Frau Merkel allem Anschein nach Eurobonds und damit der gemeinschaftlichen Haftung spätestens nach der Bundestagswahl im Herbst zustimmen wird. Das dürfte den großen Knall noch einige Jahre aufschieben.


Dienstag, 2. April 2013

EUMA-Indikator: 02.04.2013

Wie bereits im Post vom 25.03.2013 vorangekündigt, trat am 28.03.2013 bei 7795,31 Zählern ein weiteres, aber auch wieder schwächeres uneindeutiges Verkaufssignal auf (bisher schwächstes Verkaufssignal sei 01.01.2012 den DAX betreffend). Der EUMA-Indikator entwickelt sich also fortwährend immer enger um die Nulllinie. 

Jetzt müssen wir abwarten, ob es die EUMA K - Linie vermag über die 2,5er oder im besten Fall über die 5er Linie zu springen. Erst dann werden Kaufentscheidung richtig interessant.

Ich werde es mal in Angriff nehmen, den EUMA-Indikator auch für Einzelwerte brauchbar zu gestalten. Mir wird das hier mit dem DAX ein wenig zu langweilig.


Montag, 25. März 2013

EUMA-Indikator 24.03.2013

Ziemlich verspätet kommt es zu diesem Post des EUMA-Indikators. Wenn man ihn betrachtet, sieht man allerdings, dass in den letzten Wochen nicht besonders viel passiert ist, trotz Zypernkrise.

Wir stellen fest, dass es am 05. März ein uneindeutiges Kaufsignal zum Punktestand von 7870,31 gab. Die Amplitude, welche als Gradzahl für die Treffsicherheit bzw. die Wichtigkeit eines Signals dient, sinkt leider zunehmends (eingezeichnet als immer kürzer werdende schwarze Balken). Damit ist das letzte Kaufsignal auch nur bedingt empfehlbar.

Zudem drängt sich sehr stark der Verdacht auf, dass schon in den nächsten Tagen ein neues uneindeutiges Verkaufssignal mit ähnlich schwacher Amplitude generiert wird. Diese schwache Amplitudenausbildung macht einen Ein- und Ausstieg im DAX gerade zum Münzwurf. Es ist sehr schwierig eine Richtung vorherzusagen. Eigentlich will der Markt nach oben, denn vielen deutschen Unternehmen geht es hervorragend (auch wenn immer wieder Meldungen über einen schwächeren Ifo-Stand gemeldet werden) und sie sind zudem historisch stark unterbewertet. Der DAX könnte locker bei 10.000 stehen, wäre da nicht die mittlerweile stark politische Euro-Krise. Man traut dem Braten nicht so wirklich und fürchtet die pessimistischen Spekulanten, die auf eine Eskalation der Euro-Krise wetten.


Meine Empfehlung: Lieber noch etwas abwarten und das Geld vorerst liquide auf einem Tagesgeldkonto lassen. Einsteigen sollte man erst wieder bei größeren Amplituden. Für den Risikoaversen empfiehlt sich ein Amplitudenwert von 5, der Risikofreudige kann schon bei 2,5 bis 3 einsteigen.

PS: Ich bin mir sicher, dass die kürzer werdenden Amplituden schließlich den Markt in eine Richtung zwingen werden. Wir werden also ziemlich bald wieder eine stärkere Marktrichtung vorfinden.


Montag, 4. Februar 2013

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 5

Die DAX-Rallye geht trotz allem begründeten Zweifel weiter. Im Januar konnten die meisten Strategien etwas mehr als 2% Netto reinholen, d.h. nach Steuern und Börsengebühren. Die einzige aktuell nicht investierte Strategie ist der EUMA-Indikator, welcher nur auf eindeutige Signale (--> s. EUMA-Indikator) setzt und nicht ebenso die uneindeutigen als Kaufempfehlung wertet. 
Zudem haben die Bollinger Bänder am 03.01.2013 ein Verkaufssignal ausgelöst, so dass die Renditeentwicklung gegenüber den anderen ins Hintertreffen geriet.

Verkaufssignal:

Bollinger-Bänder: bei 7756,44 Punkten am 03.01.2013


Dienstag, 29. Januar 2013

EUMA-Indikator: 28.01.2013

Der Ende November 2012 einsetzende Kauftrend hat nun ein jähes Ende gefunden. Am 11.01.2013 generierte der EUMA-Indikator ein Verkaufssignal bei 7715.53 Punkten. Das macht ein Bruttoplus von 5.8% (Kaufkurs: 7292.03 Punkte --> 05.12.2012). Allerdings ist auch dieses Verkaufssignal leider kein eindeutiges geworden, da es zwischen den beiden 5er Marken liegt. Es könnte also durchaus noch Luft nach oben sein, wie der aktuelle DAX-Stand auch vermuten lässt (7833 Punkte, Schlusskurs 28.01.13). Die vorsichtigen Naturen sind auch mit uneindeutigen Verkaufssignalen gut beraten, wer jedoch mittelfristig von neuen DAX Höchstständen über der 8000er Marke ausgeht, sollte lieber noch etwas halten. 


Sonntag, 6. Januar 2013

EUMA-Indikator: 06.01.2013

Der letzte Post zur Entwicklung des EUMA-Indikators liegt etwa einen Monat zurück         (-->05.12.2012). Seit dem hat sich der bereits beginnende Kauftrend weiter verstärkt. Ich sprach vor einigen Wochen noch davon, dass "nur" ein uneindeutiges Kaufsignal (26.11.2012) ausgelöst wurde, welches sich jedoch in der Nachschau wohl als ein eindeutiges entpuppt hat. Der DAX-Stand lag am Signaltag bei 7292.03 Punkten, aktuell stehen wir bei 7776.37 Punkten. Das ist eine Brutto-Renditeentwicklung von 6.64% innerhalb eines Monats.

Schneiden sich die EUMA V und die EMA V Linie unterhalb der Marke (-5) wird ein eindeutiges Verkaufssignal ausgelöst. Bleiben wir weiterhin gespannt, ob der DAX weiterhin so dynamisch verläuft wie zuletzt und womöglich die 8000er Grenze sprengt.





Mittwoch, 2. Januar 2013

Aktienstrategien: Renditevergleich Juli bis Dezember

Folgend finden Sie den Chart für den Verlauf der einzelnen Aktienstrategien im Renditevergleich von Juli bis Dezember.
Große Überraschungen gab es im letzten Halbjahr keine, allerdings durften wir wieder einmal ein Jahr erleben, in dem sich die Weisheit "Sell in May and go away" nicht bewahrheitet hat (anders im Jahr 2011). Im Chart ist deutlich zu erkennen, wie der DAX die Sell-in-Summer Strategie ab August dominieren konnte.

Wer sich letztes Jahr für die Aktienstrategie DAX-ETF-Sparplan entschieden hatte, ist am drittbesten gefahren mit letztlich 9.39% Netto Gewinn (nach Börsengebühren und Steuern). Zwar ging es deutlich langsamer bergauf, als mit einem gewöhnlichen DAX-ETF. Allerdings ist der Zweck hinter einem solchen Sparplan Konzept ja gerade, auf Kosten der Rendite, das Risiko zu vermindern (s. Durchschnittskosteneffekt).


Angaben sind in Netto-Prozent (nach Steuern und Börsengebühren)

Wirklich enttäuschend war die 200-T-Linie Aktienstrategie, welche zum Jahresende mit allerletzter Mühe noch die Plusmarke erreicht hat. Betrachtet man den Zeitraum 1991 bis 2011 konnte man mit dieser Strategie durchschnittlich jährlich einen Nettogewinn von 8.15% einfahren. Dieses Jahr hätte einem jedes Tagesgeldkonto mehr Rendite beschert. Ein schönes Beispiel dafür, dass die Vergangenheit nicht immer auf die Zukunft extrapoliert werden kann.


Die Rendite des EUMA-Indikators bewegt sich im Mittelfeld. Bemerkenswert ist jedoch seine konstant sehr gute Wertentwicklung über einen Zeitraum von gerade einmal 10 Wochen. Danach gab es leider kein eindeutiges Handelssignal mehr für den DAX (s. EUMA-Indikator vom 05.12.2012). Man kann aber mit Sicherheit sagen, dass der EUMA-Indikator die effizienteste Aktienstrategie im Renditevergleich war, mit großem Abstand aber nicht die renditestärkste!