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Samstag, 29. Dezember 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 52

Der DAX konnte zum Jahresende seine Aufwärtsbewegung fortsetzen. Es ist schon sehr erstaunlich, dass der deutsche Leitindex eine solch enorme Entwicklung bei all der wirtschaftlichen Unsicherheit in Europa im Zusammenhang mit der Schuldenkrise darbot. Bereinigt von der steuerlichen Abgabenlast konnte man mit dem bloßen Investment in ein DAX-ETF dieses Jahr jede andere aufgeführte Aktienstrategie deutlich schlagen. 

Dies gilt allerdings nur für diejenigen, die im Sommer 2012 einen kühlen Kopf bewahrten und ihre Positionen behielten bzw. ausbauten und nicht begannen zu verkaufen. Der DAX ist dieses Jahr nicht wie ein Strich nach oben geschossen, es gab sehr wohl Zeiten zu denen es gar nicht mal so rosig aussah.  

Für den Einsatz von Aktienstrategien gibt es in der Regel zwei wesentliche Kriterien: Das eine ist die Rendite, das andere die Volatilität, also die Schwankungsbreite. Ein DAX-ETF konnte zwar mit der Rendite letztlich jede andere Strategie in den Schatten stellen, doch musste der Besitzer eines solchen Wertpapiers auch die dicksten Nerven mitbringen (jeweils einsehbar unter den Veränderungen zur Vorperiode). Ich werde dazu in den nächsten Tagen einen Chart posten, der den Verlauf der einzelnen Aktienstrategien auf Jahresbasis darstellt.

Kaufsignal:

MACD: 10.12.2012 bei 7530.92 Punkten.


Sonntag, 9. Dezember 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 49

Nach vier Wochen Pause gibt es mal wieder einen Renditevergleich der wichtigsten im Blog aufgeführten Aktienstrategien. Insgesamt ist zu beobachten, dass fast alle Aktienstrategien vom Wiedererstarken des DAX profitieren konnten. Lediglich der MACD wurde durch ein Verkaufssignal ausgebremst und der EUMA-Indikator produzierte nur ein uneindeutiges Kaufsignal (dazu mehr --> EUMA-Indikator vom 05.12.2012).

Wichtige Signale der einzelnen Strategien:

Kaufsignale:

RSI: 19.11.2012 bei 7123.84 Punkten. Allerdings war die Strategie bereits investiert, so dass das Kaufsignal lediglich Informationscharakter besaß und das vorherige Kaufsignal bestätigte.

Bollinger-Bänder: 12.11.2012 und 19.11.2012 bei jeweils 7168.76 und 7123.84 Punkten. Das erstere wurde ausgeführt und taucht nun in der Renditetabelle auf (s. Bollinger-Bänder).

Verkaufssignal:

MACD: 12.11.2012 bei 7168.76 Punkten.


Donnerstag, 6. Dezember 2012

EUMA-Indikator: 05.12.2012

Die Chartentwicklung des Deutschen Aktienindexes verbunden mit der Interpretation durch den EUMA-Indikator war für die letzten Wochen sehr aufschlussreich. Der klare Verkaufstrend in der Periode zwischen Ende September bis Mitte November fand ein jähes Ende durch ein "uneindeutiges" Kaufsignal vom 26.11.2012 bei 7292.03 Punkten. Was heißt nun in diesem Zusammenhang "uneindeutig"? 
Wie ich bereits in früheren Posts zum EUMA bemerkte, hebt dieser Indikator keinen Anspruch auf Richtigkeit, sondern kann wenn überhaupt nur ungefähre Wahrscheinlichkeiten für die "Eindeutigkeit" von Kauf- bzw. Verkaufssignalen liefern. Je weiter sich also ein Signal durch die Überschneidung der jeweiligen EUMA mit ihrer EMA-Linie von der x-Achse entfernt bildet, desto stärkere Relevanz und damit Aussagekraft wird mit ihm verbunden. Aus der Erfahrung und durch unzählige Backtests ergab sich für mich die Linie der Eindeutigkeit bei 5 bzw. -5 zu ziehen. Gehen wir von dieser Interpretation aus, so ist das letzte Kaufsignal ein uneindeutiges und damit zu vernachlässigendes Signal. 


Unterstützt wird es jedoch wiederum von positiven Wachstumszahlen aus dem Reich der Mitte, welches sich für die deutsche Exportindustrie immer stärker zum einzigen konjunkturell verlässlichen Partner entwickelt. Zudem wird uns von Seiten der Politik und den meisten Medien suggeriert, dass die schlimmsten Eruptionen der Staatsschuldenkrise in Europa vorüber seien. 
Doch dies ist unwahr! Wir können hier lediglich von einer Verschiebung der notwendigen Konsequenzen in die nächste Wahlperiode (insbesondere in Deutschland) sprechen. Mit dem Geld der EZB kann es einige Jahre gut gehen, was im Umkehrschluss auch einige Jahre weiteres Wachstum gerade bei deutschen Aktien verspricht. Weitere Kurskorrekturen kommen aber mit Sicherheit, weswegen sich Stop-Loss Setzungen noch nie so gelohnt haben werden, wie es momentan der Fall ist. 
Blindes Nachfolgen macht also keinen Sinn! Betrachten Sie die obige Analyse als zusätzliche Meinung, die als Basis für Ihre Investmententscheidung dienen kann.