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Montag, 30. Juli 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Entgegen meiner Vermutung von letzter Woche eines baldigen Stopps des allgemeinen Aufwärtstrends, legten die Kurse weiter zu. Davon konnten auch einige im Blog erläuterte Aktienstrategien profitieren (s. Bild).  Fest steht jedoch weiterhin, dass der Sommer mit aller Wahrscheinlichkeit weiter volatil bleibt. Die Aussagen Draghis am letzten Donnerstag stärkten die Märkte, meiner Meinung nach aber nur kurzfristig. Ich gehe nicht davon aus, dass wir diesen Sommer noch eine Rallye erleben werden. Vielmehr werden v.a. professionelle Anleger das hohe Kursniveau nutzen, um Gewinne mitzunehmen.


Freitag, 27. Juli 2012

Aktienstrategie: Relative Stärke nach Wilder (RSI)

Als nächste Aktienstrategie habe ich die Relative Stärke nach Wilder auf die vergangene Rendite im Zeitraum von Ende 1991 bis Ende 2011 hin untersucht. Sie schafft dabei eine jährliche Netto-Rendite* von 6.41% pro Jahr. Dabei sind jedoch folgende Regeln für die Kauf- bzw. Verkaufslevel zu beachten:


Die aktuelle Börsenlage wird also von den prozentualen Abständen der jeweiligen Kurshochs und -tiefs (t-20) zur 200-T-Linie abhängig gemacht. 


* nach Börsengebühren und Steuern

Montag, 23. Juli 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Auch letzte Woche ging es weiter bergauf, sodass sich bei vier der sechs Aktienstrategien die Rendite für das laufende Jahr (2012) weiter ausbauen konnte. Auf Grund neuer und berechtigter Sorgen um den Fortgang der Schuldenkrise in Europa dürfte dieser positive Trend jedoch nun erst mal gestoppt sein. Vor allem die drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und die Hilfsanträge der autonomen Gemeinschaften Spaniens gegenüber der Regierung verunsichern die Finanzmärkte zunehmends. 


Sonntag, 15. Juli 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Der DAX hat seinen Anfang Juni beginnenden Aufwärtstrend fortgesetzt und liegt nach dem leichten Rückfall von letzter Woche wieder über 8% netto im Plus. Davon profitieren besonders die Aktienstrategien: Sell-in-Summer, 200-T-Linie, DAX-ETF und ETF-Sparplan. Die MACD und Bollinger Strategie notieren unverändert. Alles sieht danach aus, dass die Sell-in-Summer Aktienstrategie (Kauf am 01. Oktober, Verkauf am 01. August) dieses Jahr wieder voll aufgeht. Bleiben wir gespannt!


Montag, 9. Juli 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Im Vergleich zu letzter Woche lassen sich kaum merkliche Veränderungen bei den Aktienstrategien Sell-in-Summer, DAX-ETF und ETF-Sparplan feststellen. Stärkere Bewegungen sehen wir bei den Bollinger-Bändern und bei der 200-T-Linie. Vor allem letztere scheint durch das aktuelle Marktumfeld sehr irritiert zu sein, obwohl sie sich in der Vergangenheit sehr bezahlt gemacht hat (8.16% p.a.). Die starke Volatilität scheint mir dafür hauptverantwortlich.


Samstag, 7. Juli 2012

Geldpolitische Instrumente - Zinssenkung der EZB

Die beiden wesentlichen Beschlüsse des EZB-Rates waren:
  • Den Leitzins von 1% um 25 Basispunkte auf 0.75% und
  • Den Einlagenzins von 0.25% auf 0% zu senken
Das Motiv hinter beiden Entscheidungen ist die drohende Rezession und die bereits vorhandene Massenarbeitslosigkeit in einigen Südeuropäischen Ländern zu bekämpfen. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit (in vielen Ländern nahe 50%) wird sich vermutlich über Jahrzehnte hinweg negativ auf das europäische Wachstum auswirken.
Ob die ureigene Aufgabe der Zentralbank die Geldwertstabilität zu halten eingehalten wird, ist weiterhin fraglich. Zwar scheint die Inflation angesichts der drohenden Rezession (wirkt deflationär) vorerst unwahrscheinlich, bei einer Erholung der Konjunktur müsste das viele Zentralbankgeld jedoch wieder aus dem Kreislauf genommen werden. Doch wird die EZB in der Lage sein den Leitzins dann wieder auf 4 bis 5% anzuheben oder erstickt diese Maßnahme die Konjunktur in ihrem Wachstumskeim? Vieles deutet daraufhin, dass die EZB mittelfristig von ihrer Zielmarke von 2% für die Inflation abweicht, was wiederum weitreichende Konsequenzen für Sparer, Pensionäre und Geringverdiener haben wird.

Die Entscheidung den Zinssatz für Übernachteinlagen auf null Prozent herunterzufahren soll den Interbankenhandel wieder ankurbeln. Es soll sich für die Geldinstitute nicht mehr lohnen dürfen ihr Geld bei der EZB zwischenparken zu können und dafür auch noch einen Zins zu kassieren. Ob es dieser Nullzins jedoch tatsächlich vermag das tiefere Misstrauen der Banken untereinander zu überwinden ist nicht sicher. Schlimmstenfalls geht dieser Vorstoß nach hinten los, da er offen legt, dass die Banken selbst bei 0% Einlagenzins auf Übernachtkredite zu anderen Instituten verzichten.

Die Zentralbanker hoffen darauf, dass der niedrige Leitzins vor allem die angeschlagenen Banken im südeuropäischen Raum mit zusätzlichen Kapital eindeckt, jedoch erhalten auch deutsche, niederländische und finnische Banken das Geld zu diesen günstigen Konditionen. Deutschland braucht eigentlich einen viel höheren Leitzins. Deswegen wären selektivere Maßnahmen vermutlich besser gewesen.

Die Realwirtschaft profitiert wahrscheinlich kaum, die Banken werden kurzfristig unterstützt und dies gibt wiederum kurzfristig den Finanzmärkten Aufwind. Letztlich kann die Zentralbank nur Zeit kaufen, die die Politik sinnvoll nutzen muss. Dazu gehört die rasche Umsetzung der Bankenunion (--> Wie würde eine Bankenunion funktionieren?), sowie das Durchführen struktureller Reformen in der ganzen Eurozone (inkl. Deutschland) mit besonderem Bedacht auf Wachstumsreformen. Von Strohfeuern sollte man allerdings Abstand nehmen.

weiter mit:

Montag, 2. Juli 2012

ESM Beschlüsse - Der Teufelskreis geht weiter

Die jüngsten EU-Beschlüsse kurz zusammengefasst:


  • Der ESM kann nun endlich Banken ohne Umweg über den Staat direkt rekapitalisieren
  • Staatsanleihen unserer europäischen Nachbarn dürfen auf Antrag nun auch durch die EFSF und den ESM primär und sekundär gekauft werden
  • Der ESM tritt im Falle Spaniens nicht als vorrangiger Gläubiger auf

Punkt 1 ist sehr zu begrüßen. Eine direkte Rekapitalisierung über den ESM kann zu einer schnelleren und effektiveren Umsetzung der Umstrukturierungsvorgaben führen und belastet zudem nicht den Staatshaushalt eines Landes, welches infolgedessen mit höheren Zinsen für seine Anleihen rechnen müsste. Allerdings muss hier weiterhin der Vorsatz gelten, nur diejenigen Institute mit "Überlebenschancen" temporär zu unterstützen und andere Banken im Sinne einer freiheitlichen Marktstruktur fallen zu lassen. Nur im Ausnahmefall und nach genauster Abwägung der Risiken und Konsequenzen durch die Pleite von "Systembanken" sollte der Steuerzahler auch ohne Aussicht auf ein langfristiges "Überleben" einspringen. Hier zeichnet sich das Dilemma ab, an welchem wir seit spätestens 2008 leiden.  Der Vorschlag einer Bankenunion und einer geordneten Abwicklung (auch von großen Banken) muss endlich Formen annehmen! Dazu gehört es zum Beispiel die Investmentabteilungen vom reinen Kundengeschäft zu trennen (--> Wie würde eine Bankenunion funktionieren?).


Die eigentliche Idee hinter Punkt 2 ist, dass reformwillige Länder wie bisher Italien und Spanien sich als Belohnung für ihre Bemühungen günstiger Geld leihen können. Das ist prinzipiell nicht schlecht. Auf der anderen Seite jedoch erhalten die übrigen Europäer, die ein erhebliches Risiko eingehen, keine Garantie dafür, dass dieser Reformkurs fortgesetzt und ausgebaut wird. Durch niedrigere Zinsen nimmt mitunter der politische Wille Reformen durchzusetzen ab. Deutschland hätte sich auf diesen Punkt nicht einlassen dürfen! Auch wenn Eurobonds bisher noch nicht beschlossen wurden, sind sie eigentlich schon Realität. Haftung ohne Einfluss auf das investierte Kapital ist den Steuerzahlern der europäischen Partnerländer nicht zuzumuten!


Die Begründung für Punkt 3 besteht darin, dass private Investoren Spanien in Zukunft auf Grund eines als vorrangigen Gläubiger auftretenden ESM meiden würden. Das mag stimmen. Jedoch geht man mit diesem Schritt auch wieder ein hohes Risiko für die anderen EU-Bürger ein. Es gibt genügend andere Möglichkeiten das obige Problem zu umschiffen. So schlug der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen Krisenstaaten vor, niedrig verzinste Pfandbriefe auszugeben, die durch Staatsbesitz oder Anteil an Steuereinnahmen besichert seien. Nur falls sich nicht genügend Käufer finden, springt der ESM als Kreditgeber der letzten Instanz ein. Ich kann mich mit diesem Vorschlag sehr anfreunden. Die Dreierkoalition Spanien, Italien, Frankreich steht dem eher skeptisch gegenüber. Weshalb lasse ich an dieser Stelle mal offen.


Weiter mit diesem Post:
--> Droht uns der Börsenkollaps? - Eine Einschätzung



Sonntag, 1. Juli 2012

Artikelempfehlung

Sehr lesenswerter Kommentar von Roland Tichy, dem Chefredakteur der Wirtschaftswoche:


--> Das sanfte Monster

"Die Euro-Krise ist nicht mehr mit Geld, sondern nur noch mit einer politischen Union lösbar. Die Not mit dem Geld schafft den Euro-Staat."

Aktien Strategien - Renditevergleich

Um zur besseren Vergleichbarkeit beizutragen, können Sie nun die einzelnen Aktienstrategien im Renditevergleich aufrufen. Zunächst einmal wird die durchschnittliche Rendite über den Zeitraum 1991 bis Ende 2011 als wesentliches Kriterium herangezogen. Desweiteren findet sich die Rendite im laufenden Jahr. Wer genaueres über die Strategien wissen möchte, folgt bitte dem Reiter "Aktien Strategien -Übersicht".


Aktien Strategien - Renditevergleich:
--> http://www.aktien-strategien.blogspot.co.uk/p/aktien-strategien-renditevergleich.html