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Freitag, 29. Juni 2012

Aktienstrategie: Bollinger-Bänder


Durchschnittliche jährliche Netto-Rendite* von 1991 bis Ende 2011:
2.11%
--> hier gehts zum: Bollinger-Strategie-Backtest


Die Bollinger-Bänder (--> Hauptartikel) sind zwar nicht im eigentlichen Sinne eine Aktienstrategie, dennoch lohnt sich hier ein Kauf- bzw. Verkaufssignal als zusätzlicher Investitionsgrund. Wer sich die Backtestergebnisse für die Anwendung bei DAX-ETFs ansehen möchte, folgt bitte dem obigen Link.



* nach Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Börsengebühren

Mittwoch, 27. Juni 2012

Der Fiskalpakt - Ein zahnloser Tiger

Der vermutlich am 01. Januar 2013 in Kraft tretende Fiskalpakt von 25 der 27 Länder der Europäischen Union (Großbritannien und Tschechien entschieden sich dagegen) wird in seinem jetzigen Konzept seine Wirkung ähnlich wie der Stabilitäts- und Wachstumspakt der 90er verfehlen. (--> vertiefende Erklärung: Fiskalpakt der 25)
Die viel zitierten 0.5% als Maximum für das jährliche Defizit werden nicht eingehalten werden. Zunächst einmal gibt es Ausnahmen für "schwere Konjunktureinbrüche" und "außergewöhnliche Ereignisse". Dabei sind die Wörter "schwer" und "außergewöhnlich" unzureichend definiert und lassen viel Deutungsspielraum. 

Im Falle eines Verstoßes, falls dieser auch tatsächlich durch den Europäischen Gerichtshof geahndet werden sollte, sind die Konsequenzen nicht ernstzunehmend genug. So muss mit einem maximal "Bußgeld" von gerade einmal 0.1% des BIPs gerechnet werden. Kurz- bis mittelfristig ist der Einfluss dieser Strafe auf die Refinanzierungsmöglichkeit eines Staates äußerst beschränkt. Die aktuelle Politik ist vom kurzfristigen Denken gesteuert, da macht es erst einmal keinen Unterschied, ob das Defizit bei 2% oder 2.1% des BIPs liegt. Zudem sollen schrittweise die Ausgaben der 25 Staaten gekürzt werden und zwar jedes Jahr um 5% der Differenz zwischen der aktuellen Staatsverschuldung (>60% des BIPs) und der Maastricht-Grenze (60% des BIPs). Bei gleichbleibenden! Einnahmen könnten Länder mit gegenwärtig 80%iger Verschuldung diese in 13 Jahren auf 70% reduzieren, weitere 14 Jahre wären notwendig um sie auf 65% zu drücken und dies gilt gerade einmal für das Best-Case-Szenario.

Machen wir uns nichts vor. Die Schuldenlast wird weiter steigen, auch wegen "außergewöhnlicher Ereignisse" wie die  Haftung für die beiden Rettungsfonds EFSF und ESM. Wenn die Politik und vor allem die europäische Bevölkerung nicht umgehend harte Einschnitte durchzusetzen bzw. zu akzeptieren bereit ist, wird die Last weiter steigen. Höhere Inflation, höhere Steuern und Sozialabgaben werden die unmittelbaren Folgen sein. Schuldenschnitte sind meist nur die ultima ratio.

Sonntag, 24. Juni 2012

Griechenland rückt von Sparvorgaben ab

Nachdem sich die drei Parteien Nea Dimokratia, Pasok und die Demokratische Linke sich auf eine Koalitionsregierung geeinigt haben, beschlossen diese auch sogleich von den bisherigen Sparvorgaben der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) Abstand zu nehmen. Diese Vorgaben waren die Bedingung für den 130 Mrd. € Kredit im Februar dieses Jahres.


So findet sich in ihrem Koalitionsprogramm die Entlastung geringer Einkommen, das langsame Anheben von Löhnen und Renten und die Verlängerung der Auszahlung des Arbeitslosengeldes von ursprünglich einem Jahr auf zwei Jahre. Zudem sollen nicht wie bisher geplant tausende Arbeitsplätze im Staatsapparat gestrichen werden, sondern man möchte die Gesamtzahl der Stellen nur noch über eine geringere Einstellungsquote verringern. 


Die Bundesregierung ist bisher lediglich dazu bereit die zeitliche Beschränkung für die Rückzahlung der Kredite zu lockern, nicht jedoch von den Sparmaßnahmen entscheidend abzurücken. Doch Angela Merkel wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch hier dem aufkommenden politischen Druck beugen müssen. 
Alle Anzeichen deuten weiterhin daraufhin, dass die wirkliche Krise weiter verschleppt wird. Letztendlich muss man sich die Frage stellen, ob die Politik in erster Linie der heutigen Generation oder der zukünftigen Generation verpflichtet ist. 
Expertenmeinungen zufolge wird es Griechenland mit dem Euro über diese Dekade  nicht schaffen ihre Wirtschaft gegenüber anderen Ländern wieder wettbewerbsfähig umzugestalten. 
Anleger sollten weiter mit hoher Volatilität rechnen und ihre Aktienstrategie bzw. Anlagestrategie entsprechend kurz- bis mittelfristig anpassen. 

Freitag, 15. Juni 2012

Wie würde eine Bankenunion funktionieren?

Grundlegendes Ziel ist es, dass nicht mehr wie in der Vergangenheit der Steuerzahler jedes angeschlagene Institut aus Angst vor, gegenüber dem Bailout, noch höheren Kosten retten muss. Diese Praktik verhindert das Wirtschaftswachstum ganz erheblich, weil erstens im negativen Szenario die Staatsschulden steigen, und damit letztendlich die Konsumkraft der Bürger sinkt und zweitens weil es für Unternehmen, im speziellen Banken, die falschen Anreize setzt. Banken haben ein wichtige Rolle in unserer Marktwirtschaft. Sie sollen innovative Unternehmen mit Krediten stützen, so dass diese Wachstum herbeiführen können.
Nun sollen vor allem Eigentümer und Gläubiger die ersten Adressaten für die Abwicklung von strauchelnden Finanzinstituten sein, der Bürger muss "lediglich" in der letzten Instanz haften.


Struktur:
Wesentliches Element der Bankenunion wird eine Europäische Aufsichts- und Regulierungsbehörde mit einheitlichen transnationalen Regeln sein. Unter anderem wird Basel III ab 2013 mit seinen neuen Anforderungen zur Stabilität des zukünftigen Bankensektors besonders beitragen. Darüber hinaus wird ein Abwicklungsfonds geschaffen, den Banken über eine jährliche Abgabe auf alle Verbindlichkeiten finanzieren müssen. Wichtigstes Kernelement ist der Schutz der Kundengelder, insbesondere kleinerer Vermögen. Dieser Schutz soll bis 100.000€ gehen.


Ablauf:
Gerät eine Bank in die Notlage dem Zahlungsverkehr nicht mehr nachzukommen muss sie Insolvenz anmelden. Eine gesamteuropäische Aufsichtsbehörde kümmert sich dann gemeinsam mit dem Institut um die Erstellung eines ordentlichen Abwicklungsplans. 


Abwicklung:
Während eines erfolgreichen Abwicklungsprozesses gelingt es der Bank und der Aufsichtsbehörde so viele Gläubiger wie nötig aus der Liquidation des Unternehmens zu bedienen. Das bedeutet ganz konkret: Geschäftsteile zu verkaufen, Vermögenswerte auszugliedern und die Schaffung einer Bad Bank (Haftung Gläubiger und Eigentümer). Hierbei werden zunächst einmal die vorrangigen Gläubiger und öffentlichen Gläubiger, sofern es welche gibt, berücksichtigt. Auf den Teil der Schulden die aus der Liquidation nicht bedient werden können, müssen die restlichen Gläubiger verzichten. Eigentümer haben kein Recht ihren Anspruch auf die Liquidation geltend zu machen. 


Diese Regeln sind ein Basisvorschlag des EU-Binnenmarktkommissars Michel Barnier zu einer europäischen Bankenunion. Die Umsetzung ebendieser ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Vereinigten Staaten von Europa, die meines Erachtens nach unbedingt angestrebt werden müssen. Die wirtschaftlichen Gründe sehe ich dabei sogar erst an zweiter Stelle, nach den politischen. Allerdings kann die Politik auch nur funktionieren, wenn sie nicht permanent von Wirtschafts- und Haushaltskrisen gegängelt ist. Viele weitere Schritte mögen hoffentlich folgen!


Hier gehts zu:
--> Droht uns der Börsenkollaps? Eine Einschätzung

Mittwoch, 13. Juni 2012

Erweiterte EUMA-Strategie:

Nach viel Arbeit in den letzten Wochen bin ich nun stolz darauf, Ihnen die erweiterte EUMA-Strategie präsentieren zu können. Diese basiert ausschließlich auf den normalen Kursdaten (Open, High, Low, Close) sowie auf die beiden EUMA-Linien (Tal, Berg). Ich konnte diese Aktienstrategie so modifizieren, dass sie nun nur noch während besonders überverkaufter Phasen Kaufsignale generiert und in überkauften Perioden Verkaufssignale sendet. Damit entferne ich mich strategisch noch weiter von einer trendfolgenden hin zu einer antizyklisch operierenden Aktienstrategie

Dies hat freilich den Nachteil in stabilen Phasen Kurssteigerungen zu verpassen. Allerdings gibt es genügend stabile Unternehmen mit volatilen Kursen, auch während gesamtwirtschaftlich stabilen Phasen. Hier punktet also die Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Aktien fundamental starker Konzerne. Während volatiler Zeiten spielte die erweiterte EUMA-Strategie im Backtest ihre Vorteile voll aus. Selbstverständlich sagt ein Backtest nicht unbedingt die zukünftige Entwicklung voraus. Dennoch gelang es der neuen Strategie in den verschiedensten Marktphasen beispiellos treffsichere Signale zu geben. 


Update (29.08.2012)

Der Backtest für Volkswagen VZ wurde entfernt, da die Strategie grundlegend abgeändert wurde.
--> LINK

Montag, 11. Juni 2012

Spaniens Misere wird weitergehen! Die Politik hat sich nur Zeit gekauft:

Die Börsen steigen leicht an, der DAX ist mit über 2% Gewinn in den Handel gestartet und konnte bis Handelsschluss immerhin noch den Minimalgewinn von 0.2% halten. Aus diesen ersten Aufwärtsbewegungen aber bereits eine Trendwende erkennen zu wollen halte ich für maßlos übertrieben. Dies hat zwei Gründe: Zum einen gab es in den letzten Wochen bereits starke Ausverkäufe, die technische Erholungen immer wieder möglich machen. Dies zeigte sich heute unterstützt durch die Entscheidung der spanischen Regierung sich nun endlich an den EFSF Krediten zu bedienen. Dadurch sinkt jedoch nur kurzfristig das Risiko weiterer Zinssteigerungen spanischer Staatsanleihen. Wir können momentan ein durch Nachrichten angeheiztes Strohfeuer erkennen nicht mehr und auch nicht weniger. Zum anderen sind die grundlegenden Probleme der spanischen Wirtschafts- und Schuldenkrise weiter ungelöst. Doch von welchen Bereichen sprechen wir überhaupt?


Arbeitslosigkeit: 
Die Quote liegt momentan bei 24% und wird wohl noch weiter ansteigen. Bei den Arbeitssuchenden unter 25 Jahren sind ca. 50% betroffen. Diese Zahlen (in ihrer Höhe einmalig in Europa) führen zu einer sehr schwachen Binnennachfrage (Konsum) und kosten den Staat jeden weiteren Monat Milliarden von Euro. Dies verschärft die Krise ungemein. Es werden notwendige Strukturreformen im Arbeitsmarkt benötigt. Erste Schritte werden bereits gegangen, doch oft wirken Reformen erst Jahre nach ihrer Umsetzung (s. Agenda 2010).


Binnenwirtschaft: 
Diese ist zuletzt stark eingesunken, da kaufkräftige Konsumenten fehlen. Nicht nur die vielen Arbeitslosen sind für diese Lage verantwortlich, sondern auch die hohen Sparraten der Arbeitnehmer und die fehlende Investitionsfreudigkeit der Unternehmen, die unter anderem durch die schwierige Kreditaufnahme bedingt ist.
Nicht vergessen sollte man die Auswirkungen des Platzens der Immobilienblase von 2008, welche immer noch nicht überwunden werden konnten. Viele Baufirmen mussten Insolvenz beantragen und folglich Arbeitsplätze streichen. Außerdem sind viele Spanier, die auf den weiteren Immobilienboom gewettet haben, nun hoch verschuldet. 


Außenwirtschaft:
Positiv hingegen ist die Exportwirtschaft zu nennen. Hier machen sich vor allem ein starkes Auftreten in den südamerikanischen Schwellenmärkten und die Wettbewerbsfähigkeit spanischer Produkte und Dienstleistungen bezahlt.


Frühestens mit einem Wahlsieg der radikalen Linken (Syriza) diesen Sonntag in Griechenland spätestens jedoch über den Sommer hinweg werden die Renditen für spanische Staatsanleihen weiter auf einem hohen Niveau bleiben bzw. ansteigen. Letztendlich wird Spanien ähnlich wie zuvor Griechenland, Irland und Portugal unter den Rettungsschirm (dann ESM) schlüpfen müssen. Ob dieser für eine solche Last langfristig geeignet ist, bezweifle ich. Das Thema Eurobonds ist noch nicht abgeschlossen und wird von François Hollande nach dem Sieg seiner Sozialisten bei den Parlamentswahlen in Frankreich wieder auf die politische Bühne befördert werden.



hier gehts zu:
--> Übersicht zu Spaniens Bankenkrise
--> Lösungsansätze für die spanische Bankenrettung
--> Droht uns der Börsenkollaps? - Eine Einschätzung


Samstag, 9. Juni 2012

Spaniens Bankenkrise: Welche Lösungen bieten sich an?

Aushilfe der EZB: 
Diese könnte die spanischen Banken direkt finanzieren. Dies würde auf ähnlichem Wege wie ihr vorübergehend ausgesetztes Staatsanleihenkaufprogramm geschehen. Dies ist aber keine wirkliche Lösung. Die EZB ist nicht daran interessiert Geld so offensichtlich zu verbrennen und würde es wohl erst dann tun, sobald keine andere Lösung gefunden werden könnte.


Hilfskredite von der EFSF:
Diese Lösung wäre die am schnellsten umsetzbare, vor allem weil noch ca. 200 Mrd. € für die Kreditvergabe zur Verfügung stünden. Die Folgen wären allerdings die mit der Kreditaufnahme einhergehenden Mitbestimmungsrechte im spanischen Haushalt. Diese sind zwar bei weitem noch nicht in dem notwendigen Ausmaße vorhanden, wie ich sie mir persönlich wünschen würde. Kein Land der Welt möchte aber auch nur Teile seiner Souveränität an andere Staaten bzw. an einen Staatenverbund abgeben. Hoffentlich ändert sich hier die Stimmung in Europa!


Einschub vom 10.06.2012:
Allem Anschein nach plant die spanische Regierung die sogenannte "weiche Rettung". Dabei vergibt die EFSF nur Kredite um das Bankensystem zu stabilisieren. Die Mittel dürfen nicht für den übrigen Haushalt eingesetzt werden. Unter diesen Bedingungen entfällt die strenge Aufsicht der europäischen Partnerländer. Diese Möglichkeit ist jedoch nach aktuellem EU-Recht nicht ausführbar. Allerdings erwartet man baldmöglichst rechtliche Änderungen.


Beteiligung des IWFs:
Falls die benötigten Kreditsummen für Spanien über die bisher bekannten 100 Mrd. € weit hinausgehen würden, wird es wahrscheinlicher, dass auch der IWF zusammen mit der EFSF die Last schultert. Solange jedoch das Problem alleinig von europäischer Seite gelöst werden kann, dürften die internationalen Geldgeber des IWFs wenig Interesse an einer finanziellen Beteiligung haben. Da hilft auch nicht Christine Lagarde als eine aus Frankreich stammende IWF-Chefin. 


Was ist mit dem ESM?
Der Europäische Stabilitätsmechanismus ist noch nicht bereit (v.a. organisatorisch) sich entsprechend um die Rettung spanischer Finanzinstitute zu kümmern. Man erwartet, dass der ESM erst nach der Sommerpause voll und ganz einsatzfähig ist. 


Einschub vom 13.06.2012:
Zudem ist es dem ESM wohl noch nicht gestattet lediglich das Bankensystem eines Landes zu finanzieren. Durch Änderung im Vertragswerk (muss bis Anfang Juli ratifiziert werden) kann dies aber möglich werden.


Ob diese Kredite jemals zurückgezahlt werden können, bleibt die Frage. Die Politiker wissen nicht, welchen Kurs sie verfolgen sollen und verlassen sich zu sehr auf externe "Experten" (Lobbyisten der Banken). Ist das die "Herrschaft des Volkes"? Ich bezweifle es!


hier gehts zu:
--> Spaniens Misere wird weitergehen! Die Politik hat sich nur Zeit erkauft
--> Übersicht zu Spaniens Bankenkrise
--> Droht uns der Börsenkollaps? - Eine Einschätzung

Freitag, 8. Juni 2012

Spaniens Bankenkrise: Eine Übersicht

Neben den politischen Entwicklungen in Griechenland steht Spanien momentan ganz besonders im Fokus der Finanzbranche. Auf die spanische Regierung kommen im Falle einer Bankenrettung 100 Mrd. € zu. Diese würden ihren Schuldenstand um 10% auf 90% im Bezug auf ihr BIP hochschnellen lassen. Dazu kommen dann auch noch die Hilfsanfragen von den sehr finanzschwachen Kommunen, wie z.B. Katalonien. 


Spanien hat jetzt schon massive Probleme Geld am Kapitalmarkt aufzunehmen. Darüber kann auch nicht die am gestrigen Donnerstag einigermaßen glimpflich verlaufene Auktion über gerade einmal 2.1 Mrd. € hinwegtäuschen. Der Zinssatz ging hierbei für zehnjährige Staatsanleihen leicht auf 6.044% zurück. Bis zum Jahresende muss Spanien jedoch noch ca. 180 Mrd. € einsammeln und bei größeren Auktion dürfte die Überzeichnung deutlich geringer ausfallen, sodass die Zinsen im Gegenzug ansteigen werden. Allein 6% auf 10 Jahre zu zahlen fordert ein sehr starkes Wirtschaftswachstum, welches kurz- bis mittelfristig nicht zu erahnen ist. 
Nun hat die amerikanische Ratingagentur "Fitch" Spanien heute gleich um weitere drei Bonitätsstufen herabgesetzt, sodass die Kreditwürdigkeit Spaniens nur noch knapp über "Ramschstatus" liegt.


Der spanische Ministerpräsident Rajoy lehnte europäische Hilfen bisher kategorisch ab, ebenso wie seine Kabinettsmitglieder. Einziges erkennbares Motiv dahinter: falsches Nationalbewusstsein, möchte sich und seine Regierung stark erscheinen lassen. Er ist das Sinnbild des politischen Dilettanten, der sich entgegen des besseren ökonomischen Arguments im Glanz seines Amtes sonnt. 
Spanien kann Zinsen auf diesen Niveau einige Monate, vll. ein bis zwei Jahre verkraften. Dann kollabiert das System. Muss Spanien bzw. will Spanien jedoch seine Banken selber retten, werden die Zinsen exorbitant ansteigen. 8% werden nicht unwahrscheinlich sein. 


Heute kamen erste Meldungen, wonach morgen Nachmittag der Antrag auf EU-Hilfe seitens Rajoys erwartet wird. Inwieweit diesen Nachrichten Glauben geschenkt werden darf, kann ich nicht beurteilen. Fest steht aber, dass er sich irgendwann die Gelder leihen muss. Es führt kein vernünftiger Weg daran vorbei!

hier gehts zu:
--> Spaniens Misere wird weitergehen! Die Politik hat sich nur Zeit erkauft
--> Lösungsansätze für die spanische Bankenrettung
--> Droht uns der Börsenkollaps? - Eine Einschätzung

Donnerstag, 7. Juni 2012

Beispielexemplar: Kostenloser Börsenbrief

Falls Sie noch nicht Abonnent von der kostenlosen Ausgabe meines Börsenbriefs sind, möchte ich Ihnen empfehlen, sich einmal die Ausgabe vom 03.06.2012 als Beispielexemplar anzusehen. 


--> Kostenloser Börsenbrief vom 03.06.2012


Mittwoch, 6. Juni 2012

Droht uns der Börsenkollaps? - Eine Einschätzung (Teil 2)

Der DAX hat seit dem 25. Mai (Droht uns der Börsenkollaps? - Eine Einschätzung - Teil 1) seine Talfahrt nahezu ungebremst fortgesetzt und positioniert sich nun nur noch leicht über den Jahresstartkurs von 5900 Zählern. Wir können momentan eine leichte Erholungsphase in der Gegend um 6000 Punkte erkennen. Diese kann der Auftakt zu einer Wiederholung der Börsenrallye während des ersten Quartals sein, oder aber eine kleine technische Korrektur bzw. Verschnaufpause bis es weiter in die Bereiche unter 5800 geht. Der künftige Chartverlauf unterliegt neben den fundamentalen und technischen Aspekten der Analyse vor allem starkem politischen Einfluss.


Folgende Fragen werden die nächsten Tage und Wochen Einfluss auf das Börsengeschehen nehmen:


Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll aber einen Eindruck für die momentane Unüberschaubarkeit und die damit einhergehende Verunsicherung liefern.


Noch stehen wir nicht vor einer erneuten Weltwirtschaftskrise wie zuletzt 2008/2009. Damals ist der DAX bis 3700 Punkte abgesunken. Vom gegenwärtigen Level ergibt sich somit ein theoretisches Abwärtspotenzial von fast 40%. Es kann aber im ungünstigsten Falle, welcher leider nicht der unwahrscheinlichste ist, dazu kommen. Das Konsum- und Geschäftsklima ist in Deutschland zuletzt zurückgegangen. 
Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands hat bisher ein rezessives Europa verhindert. Beginnt aber dieser letzte Halt zu bröckeln, verstärken sich die negativen Effekte exponentiell. Noch größere Haushaltslöcher auf Grund von Transferzahlungen und kontraproduktiven Wachstumsstimulationen sind die Folge. Kommt es dann auch noch über Eurobonds zur Vergemeinschaftung aller Schulden ohne gemeinsame politische Mitbestimmung, wird nicht nur Deutschland, sondern auch Europa als Ganzes darunter leiden. Ein schwächeres Deutschland macht den Rest von Europa nämlich nicht automatisch stark oder wettbewerbsfähiger. Es fehlt in vielen Teilen Südeuropas an den geeigneten Industrien. Diese aufzubauen und auf internationale Wettbewerbsfähigkeit hin zu lenken bedarf Zeit.


Freitag, 1. Juni 2012

EUMA-Indikator: Weiterentwicklung

Der EUMA-Indikator wird von mir ständig weiterentwickelt. Jedoch befinden sich viele Veränderungen noch in der Beta-Phase, sodass ich sie so nicht vollständig für das offizielle EUMA-Portfolio umsetzen kann. Dennoch möchte ich einen recht vielversprechenden Ansatz parallel zum offiziellen Depot laufen lassen. Die erste Kaufempfehlung wurde für VW VZ mit dem heutigen (31.05.2012) Schlusskurs 129.1€ gegeben.