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Dienstag, 27. März 2012

In eigener Sache:

Nun ist es endlich so weit. Es steht Ihnen nun die Möglichkeit offen, sich die vergangenen Transaktionen als Excel-Datei herunter zu laden. Zudem können Sie die EUMA-Strategie noch besser verstehen, da ich nun den EUMA-Chart tagesaktuell posten werde.


alle weiteren Informationen finden Sie unter:
--> EUMA-Indikator

Aktienstrategie: EUMA Indikator

VW VZ wird zu einem Einstandskurs von 135.52€ erworben. Der bisherige Abschwung hat sich geringer als erwartet präsentiert.

Montag, 26. März 2012

Fiskalpakt der 25


Um zukünftigen und der Verschärfung der aktuellen Schuldenkrise in Europa entgegen wirken zu können, beschlossen 25 der 27 EU-Mitgliedsstaaten den Europäischen Fiskalpakt Anfang März dieses Jahres. Demnach muss bis 2014 in jedem Land eine Schuldenbremse eingeführt werden, welche maximal 0.5% Haushaltsdefizit konjunkturbereinigt zulässt. In Deutschland ist eine nationale Schuldenbremse schon seit 2011 aktiv, jedoch erlaubt sie ab 2016 nur noch 0.35% Defizit.

Falls diese Regelung von einigen europäischen Staaten missachtet wird, greift eine Geldstrafe in der Höhe von 0.1% des BIPs des jeweiligen Landes, aber erst nach einem entsprechenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Anscheinend kann nur eine Mehrheit der 25 ein Defizitverfahren stoppen, allerdings halte ich an dieser Stelle aufkommende jahrelange Rechtsstreite für wahrscheinlich, welche eine zeitnahe Reaktion auf staatliches Fehlverhalten verhindern. Zudem gibt es immer noch rechtliche Probleme, da der Fiskalpakt von Großbritannien und Tschechien nicht mitgetragen wird und er somit nur ein Konstrukt innerhalb einer EU-Sondergruppe bleibt. Nach Expertenmeinung sei eine starke Rechtgrundlage somit erst bei der Unterzeichnung von allen 27 EU-Mitgliedsstaaten vorhanden, wobei diese auch beim früheren Stabilitätspakt von 1997 wenig gegriffen hat.

Aus der Erfahrung zeigt sich, dass im Falle eines Falles zu viele politische und individuelle Sonderinteressen der tatsächlichen Einhaltung von Schuldenbremsen gerade in Krisenzeiten im Wege stehen. Deswegen werden auch immer wieder Spezialformulierungen für unvorhersehbare Situationen in den Verträgen festgehalten.  Ich bin mir sicher, dass dieser Pakt ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltigen Wirtschaftens ist, dennoch sollten wir im Hinterkopf behalten, dass den europäischen Haushalten immer noch viel Spielraum gegeben ist. Er wird dazu beitragen die Auswirkungen der immensen Schuldenlast Europas zu verschieben, aufhalten kann er sie aber nicht. Dafür ist es bereits zwei Jahrzehnte zu spät!

Dienstag, 20. März 2012

Aktienstrategie: EUMA-Indikator

Nun ist es passiert. Die Barriere von 132.67€ ist bei VW VZ durchbrochen worden. Zuletzt notierte die Aktie leicht über diesem Niveau bei 133.05€. Die erwirtschafteten 4.8% Rendite nach Steuern und Gebühren sind im DAX Vergleich nicht besonders viel, nehmen wir aber trotzdem gerne mit. 
Momentan sind die restlichen 50% des Depots in K+S investiert. Diese Anteile werden beim Erreichen der Marke 37.8€ wieder verkauft.

Montag, 19. März 2012

Ausblick: Weltmärkte

Gute Nachrichten außerhalb von Europa lassen immer noch auf sich warten. So senkt China zum Beispiel seine Wachstumsprognose auf 7.5% und lässt seinen Renminbi leicht abwerten, um die eigene Exportwirtschaft zu stärken, welche im Zusammenhang auf die in letzter Zeit eher stagnierenden Absatzmärkte in den USA und Europa leicht schwächelte. Man kann diesen Akt außerdem als Reaktion auf den immensen Importüberschuss im Jahr 2011 verstehen. Auf lange Sicht hin kann und wird China sich nicht der Aufwertung des Renminbi entgegen stellen. Diese hat nämlich für China als gleichzeitig größten Rohstoffverbraucher der Welt auch Vorteile. Zu diesen importierten Waren gehören vor allem Öl und Lebensmittel. Die hohe Inflation könnte durch eine Aufwertung in diesen Bereichen eingedämmt werden!


Zudem scheint sich auch der Iran-Konflikt immer weiter zuzuspitzen. Netanjahu, der amtierende israelische Ministerpräsident, macht keinen Hehl daraus den Iran im Falle eines Falles bereits in diesem Herbst angreifen zu können. Am 6. November finden die amerikanischen Präsidentschaftswahlen statt. Daher dürfte die Entscheidung Israel militärisch zu unterstützen bei dem über 6 Millionen großen jüdischen Wahlvolk wahlentscheidend sein.


Kommt es zu diesem Ereignis werden die 7154 Punkte von heute Vergangenheit sein. Hoffen wir auf etwas anderes, vor allem im Sinne der Menschheit!

Freitag, 16. März 2012

Auswirkungen der Schuldenkrise

Die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone wird sich stärker abkühlen als erwartet. Es drohen starke Wachstumseinbrüche vor allem in den beiden großen Abnehmerstaaten Spanien und Italien.Dies hat zum einen mit den teils heftigen Sparprogrammen der südeuropäischen Regierungen zu tun, weil als Folge dessen der Konsum nachlässt. Zum anderen hat dieses Abwürgen der Wirtschaft auch einen direkten negativen Einfluss auf die deutsche Exportindustrie. Etwa 60% aller Exportwaren gehen in die restliche EU!
Deutschland und damit die deutschen Unternehmen müssen ihre Exportausrichtung stärker differenzieren, viele Schwellenländer haben einen noch zu geringen prozentualen Anteil an unseren Exporten. Das führt zu starker Abhängigkeit. Gerade, weil das Eurogeflecht alles andere als sicher gilt, sollte hier ein Umdenken geschehen. Der Defizit- und dann letztlich der Schuldenabbau ist sehr langwierig und wird das Potenzial neuer starker Absatzmärkte in Europa deutlich verringern.
Doch trotz der Sparbemühungen musste Spanien sein angepeiltes Defizitziel von 4.4% des BIPs auf 5.3% ausweiten, welches von den Finanzministern der Eurozone und der EU-Kommission genehmigt wurde und bereits eine Kompromisslösung darstellt. An effektiven Wirtschaftsstimuli fehlt es weiterhin
Positiv hervorzuheben ist die Arbeitsmarktentwicklung und zweifelsohne der größtenteils erfolgreiche Bankenstresstest in Amerika. Demnach würden 15 der 19 wichtigsten amerikanischen Finanzinstitute einen immensen wirtschaftlichen Abschwung überstehen. Doch auch hier wissen wir, dass Tests niemals die Realität abbilden können, gemäß dem Spruch: "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt".


Zusammenfassend finden sich leichte positive Zeichen jenseits des Atlantiks, doch dies kann kaum die Auswirkungen der umfassenden europäischen Probleme ausbügeln. Dennoch wird der DAX vorerst auch weiterhin stark sein. Aus Erfahrung werden negative Nachrichten und damit hohe Kursverluste innerhalb weniger Tage in die Börsenkurse eingearbeitet. Arbeiten Sie also verstärkt mit Stoppkursen und erfreuen Sie sich weiterhin dem relativ milden Börsenklima!

Donnerstag, 15. März 2012

Aktienstrategie: EUMA-Indikator

Wie bereits am Dienstag den 13. März 2012 angekündigt, gab der EUMA-Indikator ein Kaufsignal für 38€. Leider ist diese Barriere bedingt durch die Bekanntgabe der Rekordzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres schon über Nacht durchbrochen worden, sodass zum Eröffnungskurs von 38.4€ der restliche Cashbestand investiert wurde. Nun ist das Portfolio wieder zu 100% im Markt aktiv.

Dienstag, 13. März 2012

Aktienstrategie: EUMA-Indikator

Momentan scheint K+S (ISIN: DE000KSAG888) unterbewertet zu sein. Dies gilt sowohl charttechnisch als auch fundamental (KGV: 11, KBV auf Fünfjahrestief). Ab 38€ wird vom EUMA-Indikator ein Kaufsignal gegeben. Dem werden wir Folge leisten.

Montag, 12. März 2012

Aktienmarkt-Ausblick

Welche Folgen wird der griechische Schuldenschnitt für die Entwicklung an den Aktienmärkten haben?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich sagen, dass durch die enorme Entlastung Griechenlands ein wenig Ruhe und damit viel Potenzial für weitere Aufwärtsbewegungen gegeben worden ist. Doch bestehen grundsätzliche weitere Risiken.
Dazu gehören die drohende Verarmung Griechenlands durch die Austeritätsprogramme und die dadurch bewirkte Erlahmung der Wirtschaft. Ohne die Wiedereinführung der Drachme wird Griechenland über Jahrzehnte wettbewerbsunfähig bleiben. Schätzungen zu Folge würde eine neue Drachme um 50 bis 60% gegenüber dem Euro abwerten. Das zeigt wie weit die griechische Wirtschaft von der Wettbewerbsfähigkeit entfernt ist. Nicht zu vergessen ist zudem die Parlamentswahl am 15. April 2012, denn die ultra-rechten und -linken Kräfte gewinnen stetig hinzu und gefährden den bereits eingeschlagenen Sparkurs durch populistische Forderungen. Der Europäische Stabilitätsmechanismus, kurz ESM, kann im besten Fall einen Austritt Griechenlands und die daraus entstehenden Verwerfungen erst in der zweiten Hälfte dieses Jahres abfedern.


Derweil droht ein neues Rettungspaket für Portugal, während Spanien und Italien munter weiter Schulden anhäufen und sich kaum bemühen nachhaltige Arbeitsmarkt-, Sozial- und Wirtschaftsreformen umzusetzen. Doch aller Erfahrung nach werden diese Risiken von den meisten privaten und institutionellen Anlegern zunächst einmal ausgeblendet. Solange der Trend läuft und solange die Milliarden aus dem zweiten EZB-Tender vom 29. Februar noch nicht angelegt sind, wird der Markt steigen. Den nächsten stärkeren Rücksetzer darf man dann unmittelbar vor den griechischen Wahlen im April erleben. Wer schon investiert ist sollte seinen Stop-Loss anziehen, wer noch nicht investiert ist, sollte sich nicht von der scheinbaren Euphorie am Aktienmarkt anstecken lassen (DAX netto plus ca. 13% in 2012), sondern auf den nächsten Rücksetzer warten, denn dieser kommt ganz bestimmt!

Samstag, 10. März 2012

Schuldenschnitt gelungen - Entwarnung gibt es nicht!

Die griechische Regierung hat den anvisierten Schuldenschnitt erfolgreich hinter sich gebracht. Bei einer "freiwilligen" Beteiligungsquote von über 85%, stimmten die privaten Gläubiger einem Gesamtverlust von 74% zu. Dieser ergibt sich aus dem Verzicht von 53.5% des ausgegebenen Nennwerts jeder Anleihe und den deutlich verminderten Zinsen (bis 2015 nur 2%, danach gestaffelt, ab 2022 sollen die Anlagen mit 5% jährlich getilgt werden). Auch der EFSF und damit alle anderen Staaten der Euro-Zone beteiligen sich an diesem Schuldenschnitt zumindest vorerst, denn 15% des ursprünglichen Nennwerts werden über EFSF-Anleihen zurückbezahlt. In dem Falle, dass Griechenland die Kredite im Rahmen der beiden Sparpakete nicht vollständig zurückbezahlen kann, wäre der öffentliche Sektor bereits heute schon mit 30 Mrd. € negativ belastet worden. Allerdings waren diese besicherten EFSF-Anleihen eine nicht zu unterschätzende Bedingung für eine angemessen Beteiligung des Internationalen Währungsfonds, welcher sich nun bereit erklärt hat, einen Milliardenbetrag beizusteuern. Politisch blieb also keine andere Möglichkeit übrig.



Nicht vergessen darf man bei all dieser Euphorie, dass die
öffentliche Hand 160 Mrd. € an griechischen Bonds hält und durch das zweite Sparpaket noch einmal 130 Mrd. dazu kommen. Diese Anleihen sind zwar niedrig verzinst und müssen auch erst spät zurückgezahlt werden, dennoch bilden sie eine hohe Last für Griechenland. Ich bin mir sicher, dass auch hier in absehbarer Zeit ein Haircut vorgenommen wird. Dies geschieht entweder als Ergebnis weiterer EU-Gipfel oder durch starke Inflation, gebildet durch die Billionen der EZB, und dadurch entstehende Abwertung der Anleihen.


Dienstag, 6. März 2012

Wird die Inflation uns letztendlich retten?

Am 29. Februar hat die EZB ihren zweiten 3-Jahres-Tender herausgegeben. Es wurden brutto 530 Mrd. von den Banken nachgefragt, nach Abziehen der Rückflüsse sind wir bei netto 310 Mrd. Durch diese enorme überschüssige Liquidität bildet sich die Gefahr der Blasenbildung. Das von den Banken geliehene EZB Geld wird nur im geringen Umfang in die Realwirtschaft fließen. Der Großteil dürfte für die Spekulation an den Finanzmärkten genutzt werden. Es werden also zwanghaft renditestarke Anlagemöglichkeiten gesucht um den Gewinn zu maximieren. 
Neben südeuropäischen Staatsanleihen, welche noch kurz vor dem ersten 3-Jahres-Tender im Dezember letzten Jahres Renditen von über 7% abwarfen und im Zuge der rasant wachsenden Nachfrage seitens der Banken sich wieder zwischen 4 und 5% einpendelten, sind dies vor allem Aktien von deutschen Großkonzernen
Alles deutet auf vorerst steigende Kurse, wobei eine zwischenzeitliche Korrektur mehr als zusätzlicher Einstieg, denn als Ausstieg verstanden werden sollte. 

Es gilt weiterhin sehr wachsam zu sein, gerade auch im Hinblick auf Griechenland. Das Szenario, dass im April die Kommunisten und Nationalisten die etablierten demokratischen Parteien verdrängen werden, ist als wahrscheinlich einzustufen. Es wird damit auch immer wahrscheinlicher, dass Europa von dem momentan vermittelten Kurs der unbedingten Rettung Griechenlands abweicht, ja unter Umständen sogar Griechenland sich selbstständig dafür entscheidet aus der Europäischen Union auszusteigen, um die frühere Drachme wieder einführen zu können. Dies wird allerdings frühestens im Sommer dieses Jahres relevant, da ab diesem Zeitpunkt der ESM die Ansteckungsgefahr für Italien und Spanien drastisch verringern könnte.

Weiterhin stellt sich uns die Frage, wie diese immensen Summen, die die EZB bereitstellt, wieder aus dem Markt genommen werden können. Die wirtschaftliche Lage stagniert in Europa und droht sogar in die Rezession zu rutschen. Von einem lang anhaltenden Aufschwung sind wir noch weit entfernt. Das Instrument der schrittweisen Zinserhöhung, um die im Markt verfügbare Geldsumme wieder zu reduzieren, entfällt damit, weil sie den ohnehin schwachen Markt komplett abwürgen würde!

Die EZB kann, wenn sie ihrer Aufgabe der unbedingten Geldstabilität nachkommen möchte, nicht ewig so weitermachen. Unter Mario Draghi scheint sich allerdings diese alte Tugend der Bundesbank nicht durchsetzen zu können. Es wird immer mehr zum Problem, dass die EZB die Macht besitzt, weitreichende politische ohne vorherige demokratische Legitimation zu treffen. Es darf nicht sein, dass Deutschland als bevölkerungsreichstes Land Europas keine Stimmenmehrheit im Rat der EZB besitzt!

Inflation wäre in der Tat ein Instrument, welches einen relativ schmerzfreien Prozess der Schuldenverringerung und der Tilgung bestehenden Reichtums einleiten könnte, sofern dieser in Bargeld besteht. Das größte Leid hätten vor allem Geringverdiener, da die Reallöhne sinken würden und sie kaum Möglichkeiten hätten ihr Sparguthaben vor der Inflation zu schützen. Letztendlich werden die Fehler Weniger auf die Allgemeinheit abgewälzt!