Google+

Dienstag, 31. Januar 2012

Griechenland lehnt Sparkommissar ab!

Es zeichnet sich ab, dass die Troika aus EZB/IWF/EU-Kommission nicht ausreicht um eine effektive Kontrolle über die Haushaltspolitik Griechenlands zu erlangen. Aus diesem Grund gab es kürzlich erneut den deutschen Vorstoß eines europäischen Sparkommissars der wesentliche bisher autonome Haushaltsrechte Griechenlands übernimmt. Diesen lehnt die griechische Regierung kategorisch ab.


Man könnte nun argumentieren, dass diejenigen, die die Bedingungen zu früheren Hilfspaketen missachtet haben, sich nicht wundern dürfen, dass nun ein Sparkommissar oder zumindest ein Vetorecht der EU gegen griechische Haushaltsentscheidungen Bestandteil der Diskussionen sind.


Prinzipiell kann die finanzielle Hilfe des europäischen Steuerzahlers denn auch nur legitimiert werden, wenn sichergestellt werden kann, dass alle Kredite auch zurück gezahlt werden, möglichst mit Zinsen. Leider scheint es so, dass Griechenland mit der Umsetzung notwendiger Strukturreformen eher nachlässig umgeht. 


Von der Idee eines Sparkommissares bin ich weniger überzeugt, für ein Vetorecht kann ich mich schon eher begeistern. Es geht hier nicht darum, Griechenland seiner autonomen Rechte zu berauben, sondern vielmehr ein noch stärkeres Instrumentarium zur Durchsetzung gewisser Forderungen zu besitzen. Nach allen bisherigen Vorkommnissen scheint mir dieser Schritt als notwendige Konsequenz!


Wir dürfen bei alledem nicht vergessen, dass es auch an anderen Fronten Probleme gibt. Die Marktzinsen, ein wichtiger Indikator für die reale Rendite, von portugiesischen Anleihen befinden sich über 15%. Ein erfolgreicher Wiedereintritt in den Markt bleibt somit bis auf weiteres unrealistisch. Dieses Jahr erwarten sie -3% Wirtschaftswachstum und können im optimistischsten Fall ihr Defizit von 6% auf 4.5% drücken. 


Dies sind keine guten Aussichten und können nur durch konkrete politische Maßnahmen (Vetorecht) meines Erachtens entschärft werden!





Montag, 30. Januar 2012

Aktienstrategie - EUMA

Und da haben wir die Korrekturbewegung! Der EUMA-Verkaufskurs steigt auf 131.96€!
Somit wären uns 4.58% Nettorendite sicher (nach Gebühren und Steuern) und das mit größtenteils halben Risiko!


bei Interesse:
--> Kostenloser Börsenbrief


Sonntag, 29. Januar 2012

Nur ein starkes Europa wird den Umschwung schaffen!

Es liegt im Interesse aller Europäer ein starkes Europa zu schaffen, welches als geopolitische Großmacht weltweit agieren kann. Die momentanen Bestimmungen in den EU-Verträgen reichen dafür nicht aus. Es muss ein neuer Plan für Europa her. Wie könnte dieser aussehen?

Zunächst einmal muss beachtet werden, dass ein strenger Fiskalpakt in Europa, wie er gerade angestrebt wird, ohne Wachstum in den entsprechenden Ländern nicht realisierbar ist. Die neuen Regierungen in Spanien und Italien setzen die Reformpläne (Sparanstrengungen) um, doch muss unbedingt an den Ursachen für die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa gearbeitet werden. Deutschlands enormer Außenhandelsüberschuss, sowie die rasante Lohnentwicklung der Peripheriestaaten in den letzten Jahren tragen ihr  übriges dazu bei. 

Die EU muss ihre Investitionen in Strukturreformen der Krisenstaaten erhöhen bzw. müssen Instanzen geschaffen werden, die dies erzwingen. Nur so können die dortigen Defizite abgebaut werden.

Für die Übergangszeit hin zu wieder prosperierenden Zeiten sollte die EZB ihre Staatsanleihenkäufe massiv ausweiten. Allerdings müssen vorher klare Grenzen (vor allem zeitliche) definiert werden. Mehr als zwei Jahre sollte diese Geldpolitik nicht vertreten werden. Es muss außerdem sichergestellt sein, dass die EZB nach dieser expansiven Zeit das nötige tut um die Geldmenge wieder auf ihr Normalmaß zurück zu führen. So könnte durch einen geschwächten Euro das Wachstum in Europa wieder angekurbelt werden. Das würde vor allem auch den südlichen Ländern helfen wieder ihre alte Wettbewerbsfähigkeit zurück zu erlangen.

Zudem sollte ein wirtschaftlich und haushaltspolitisch geeintes Europa 60% der Staatsschulden gemessen am BIP jedes Landes durch gemeinsame europäische Staatsanleihen (Eurobonds) übernehmen. Dies würde ungemein den Druck aus der gegenwärtigen Krise nehmen und Raum für die nötige Umstrukturierung der Mittelmeerstaaten geben. Die höheren Zinsen, die Deutschland bezahlen müsste, sind nichts im Vergleich zu den bisherigen Vorteilen, die wir durch den Euro erfahren haben. 

Fortsetzung folgt:
 


Aktienstrategie - EUMA

Der EUMA-Indikator befindet sich nun bei 122.89€. 
Bis jetzt gab es keine nennenswerten Korrekturbewegungen des VW Kurses, sodass mein Verkaufsindikator auch nur langsam ansteigt.


--> bei Interesse:
KOSTENLOSER BÖRSENBRIEF


Donnerstag, 26. Januar 2012

Der Trend bestätigt sich: Griechenland braucht mehr Geld

Das von der Eurozone und Griechenland gemeinsam gesteckte Ziel, die griechische Schuldenlast bis 2020 auf 120% des BIPs zu drücken wird wieder einmal etwas unwahrscheinlicher. Momentan leidet Griechenland an Gesamtschulden in Höhe von 350 Mrd. €, was etwa 160% des BIPs entspricht. 


Das aktuelle Problem besteht darin, den geplanten Forderungsverzicht (50%) der privaten Gläubiger durchzusetzen. Dieser fällt vermutlich geringer aus als geplant. Es wird von griechischer Seite aus heftig darüber verhandelt den Jahreszins auf unter 4% zu senken, der IIF (Internationaler Bankenverband) bestand auf 4% als absolutes Minimum.  
Jener sieht sich höchstens dazu bereit, wenn auch öffentliche Gläubiger, wie die EZB, einen Forderungsverzicht akzeptieren würden. Dies wird allerdings vor allem von der deutschen Politik ausgeschlossen. Es würde bedeuten, dass die Europäische Zentralbank Griechenland nicht nur mit Krediten, sondern mit geschenktem Geld unterstützt hätte. Folglich werden inflationäre Entwicklungen in der Eurozone begünstigt. Bei Krediten, die die EZB vergibt, steigt die Geldmenge nur kurzfristig an und sinkt wieder auf das Normalmaß bei der Rückzahlung.


Eine Einigung zwischen den verhandelnden Parteien wird aber noch im Januar erwartet. Im Falle eines Scheiterns muss darüber nachgedacht werden die bisherige Haushaltsautonomie Griechenlands zumindest teilweise kommissarisch an die EU zu übertragen.


bei Interesse:
--> alle Artikel zur Euro-Krise







Mittwoch, 25. Januar 2012

Aktienstrategie - EUMA Indikator

Verkauft wird ab einem Kurs von 122.86€. Das EUMA Portfolio setzt seinen Annäherungskurs fort, die Differenz zum DAX betrug zum Börsenschluss noch 0.64%.


bei Interesse:
--> Kostenloser Börsenbrief
--> EUMA Indikator


Dienstag, 24. Januar 2012

Wie gefährlich ist eine Deflation wirklich?

In einer Deflation nimmt das durchschnittliche Preisniveau ab, man kann also auch von einer negativen Inflation sprechen. Diese tritt häufig im Zusammenhang mit einer rezessiven wirtschaftlichen Entwicklung auf, da sobald Unternehmen ihre Verkaufspreise senken um gegenüber ihren Konkurrenten wettbewerbsfähiger zu werden auch fast immer die Löhne sinken müssen, damit die neu anvisierten Preise überhaupt realistisch zu erreichen sind. Unter Umständen müssen sogar Arbeitskräfte entlassen werden, damit ein zuvor ineffektiv arbeitendes Unternehmen wieder wirtschaftlich werden kann. Wer arbeitslos geworden ist, wessen Lohn gesunken ist, oder zumindest unsicheren Zeiten entgegen blickt, wird mehr und mehr dazu tendieren, sein Gehalt anzusparen. 
Alles in allem geht die Konsumnachfrage anderer Firmen und der Bevölkerung zurück. Wer mehr produziert als verkauft werden kann, wird Verluste einfahren. Wer nur ein kleines Kapitalpolster hat, wird sich mit Investitionen zurückhalten. Bei einer starken Deflation kann der Rückgang bei den Investitionen oder dem Konsum der Bevölkerung auch gerade darin begründet sein, dass man abwartet bis das allgemeine Preisniveau noch weiter abgesunken ist. 

Es wird deutlich, dass es sich hierbei um einen Teufelskreis handelt, der nur schwer zu durchbrechen ist.
Falls die entsprechende Notenbank die Lage ernst nimmt und schnell mit Zinssenkungen, notfalls sogar mit einer quantitativen Lockerung* und/oder staatlichen Investitionen (Interventionen) reagiert, kann dieser Teufelskreis überwunden werden.

Japan befindet sich seit 1993 in einer deflationären Phase, das Land stagniert wirtschaftlich seit fast zwei Jahrzehnten. Die Staatsschulden gemessen am BIP sind jenseits der 200% Marke und dabei wird die Schuldenlast auch noch immer größer, weil der Wert jedes einzelnen Yens steigt. Diesen Zustand dürften auch Sie nicht als erstrebenswert bezeichnen. Deshalb geht kein Weg daran vorbei in Zeiten des Rezessionsrisikos die Möglichkeiten der Notenbank auszuschöpfen.

weiterführende Links:

*Die quantitative Lockerung wird meist dann von den Notenbanken eingesetzt, wenn das Zinsniveau 0% erreicht hat oder nahe diesem ist, um weiterhin eine expansive Geldpolitik betreiben zu können. Dabei werden zum Beispiel Staatsanleihen direkt in die Bilanz der Notenbank aufgenommen.


EUMA Indikator

Der Verkaufskurs steigt von 122.74€ auf 122.82€. Die prozentuale Differenz zwischen dem EUMA-Portfolio und dem DAX sinkt auf 0.87% Netto.


hier gehts zum: täglichen Börsenbrief



Montag, 23. Januar 2012

EUMA Indikator

Der Verkaufskurs wird ein weiteres Mal angehoben. Von 122.51€ auf 122.74€. 
Der Portfolio-Wert bleibt gegenüber letztem Freitag bestehen, der DAX konnte seinen Vorsprung geringfügig ausbauen.


-->hier gehts zum: täglichen Börsenbrief




Sonntag, 22. Januar 2012

Defizitländer sollen künftig von der EU stärker sanktioniert werden

Um vor allem zukünftigen Schuldenkrisen vorzubeugen und um neues Vertrauen an den Finanzmärkten zu schaffen, wurde Anfang Dezember von 26 der 27 EU-Staaten ein Haushaltspakt beschlossen, welcher vorsieht, dass das maximale Haushaltsdefizit nur noch 0.5% des BIPs eines Staates betragen darf. Diese Maßnahme schafft allerdings nur Vertrauen, wenn es gleichzeitig zu einem starken Wachstum in Europa kommt und dem stehe ich persönlich eher skeptisch gegenüber.


Damit es dieses Mal nicht wieder zu leeren Versprechen kommt (s. Maastricht Vertrag: 3% Grenze) sollen nun alle Länder, die diesen Vertrag nicht einhalten bzw. ihn nicht in der nationalen Verfassung festschreiben, bis zu 0.1% ihres BIPs als Geldstrafe an den europäischen Rettungsfonds ESM bezahlen. Damit würden die Vertragsstaaten dann tatsächlich einen Teil ihrer Haushaltsautonomie aus der Hand geben und ein erster Schritt in die Richtung eines Europas mit einer gemeinsamen Haushaltspolitik wäre getan! Das wird nicht jedem Staat gefallen, vor allem die kleineren werden den stärkeren Einfluss der größeren missbilligen, aber dennoch bietet sich meiner Meinung nach keine andere Möglichkeit, um ein starkes Europa zu schaffen.


Die in der früheren Vertragsversion vorgesehenen Ausnahmen für die 0.5% Grenze wurden auf Druck von Deutschland und der EZB wieder gestrichen. Deutschland muss für diesen Etappensieg womöglich den Preis der Aufstockung der Rettungsschirme EFSF und ESM bezahlen.


In Kraft treten wird dieses neue Vertragsabkommen, sobald ihn 12 Eurostaaten unterschrieben haben, spätestens jedoch bis zum 01. Januar 2013.


Hoffen wir, dass der Reformwille in allen europäischen Ländern anhält, nur dann ist diese 0.5% Defizitgrenze für mich halbwegs realistisch. 



Samstag, 21. Januar 2012

EUMA Indikator

Der Verkaufskurs des EUMA - Indikators steigt von 122.27€ auf 122.51€. Das ist nicht viel, aber immerhin erwähnenswert. Sollte dieser Kurs also erreicht werden, werden die letzten 50% des Portfolios abgestoßen.


hier gehts zum: --> EUMA-Indikator





Donnerstag, 19. Januar 2012

Aktien Strategie - EUMA Portfolio

Heute erreicht die VW VZ Aktie doch tatsächlich 135.55€. Mein Indikator gab sein Kaufsignal am 01.01.2012 für 119.47€. Das ist ein Bruttogewinn von ca. 13.5%
Bei 122.55€ bin ich leider mit 50% der Anteile ausgestoppt wurden, jedoch zeigt sich, dass das EUMA-Portfolio bisher nahezu die gleiche Nettorendite wie der DAX erzielen konnten, mit nur halb so viel Risiko!


Genaue Kauf- und Verkaufsempfehlungen gibt es bereits am Abend vor dem nächsten Börsenstart in meinem: Kostenlosen Börsenbrief!





Mittwoch, 18. Januar 2012

Müssen wir uns vor einer Inflation fürchten?

Viele Bürger haben Angst vor dem Schreckgespenst "Inflation", also der Entwertung der eigenen Sparanlagen. Deshalb suchen auch immer noch viele Anleger Gold als letzte Instanz der sicheren Geldanlage

Die Angst vor der Geldentwertung speist sich mit Sicherheit aus der Ungewissheit, wie es mit der europäischen Staatsschuldenkrise weitergeht. Kommt es tatsächlich zu einer quantitativen Lockerung* (Quantitative Easing), wie es bereits zwei Mal in den USA geschah, dürfte das Geldangebot dramatisch steigen, was beim gleichzeitigen Fehlen eines wirtschaftlichen Aufschwungs auch zwangsläufig in eine inflationäre Entwicklung münden würde. Erst heute gab die EZB bekannt, dass in der Führungsriege über neue Wege nachgedacht wird, die Folgen der Schuldenkrise oder sogar sie selbst, einzudämmen. Die quantitative Lockerung ist dabei nicht von den Diskussionen ausgeschlossen.

Tatsächlich pumpt die EZB jedes Jahr neues Geld in den Markt, hauptsächlich aber nur, um der wachsenden Produktion nachzukommen. Die wichtigste Aufgabe der Notenbank ist es nämlich ein Gleichgewicht zwischen dem Wert aller wirtschaftlichen Güter und der sich im Umlauf befindlichen Geldmenge herzustellen. Genau genommen ist sogar eine geringe Inflation von knapp unter 2% ideal für die Wirtschaft. Es werden dadurch Impulse für ein weiteres Wachstum gegeben, weil die Konsumfreudigkeit unterstützt wird. Dies steht im Gegensatz zur Deflation, bei der der Konsum und Investitionen aufgeschoben werden, bis das Preisniveau weiter gesunken ist.

Demnächst gibt es zur Deflation einen umfassenderen Post.

Weiterführender Post:
--> Vorteile einer stärkeren Geldpolitik der EZB

*Die quantitative Lockerung wird meist dann von den Notenbanken eingesetzt, wenn das Zinsniveau 0% erreicht hat oder nahe diesem ist, um weiterhin eine expansive Geldpolitik betreiben zu können. Dabei werden zum Beispiel Staatsanleihen direkt in die Bilanz der Notenbank aufgenommen.

Montag, 16. Januar 2012

Anstieg des Unterstützungskurses auf 122.27€

Das EUMA Portfolio entwickelt sich prächtig. Wir befinden uns gerade bei etwa 3.64% Nettorendite, d.h. nach Steuern (Abgeltungssteuer + Soli) und Börsengebühren. Wir stehen der DAX-Entwicklung kaum nach, obwohl in dem EUMA Portfolio seit dem 09.Januar nur noch mit den restlichen 50% des Investitionskapitals spekuliert wird.

Ich darf bekanntgeben, dass der zweite Unterstützungskurs heute von 119.72€ auf 122.27€ angestiegen ist. Damit gehen wir mit einer Mindestnettorendite von 1.59% im schlechtesten Fall aus dem Trade.

Sie finden jede Empfehlung im Überblick auf der Seite: 

Donnerstag, 12. Januar 2012

Finanztransaktionssteuer - Was ist das eigentlich?

Sie ist momentan das Kernthema der europäischen Verhandlungen, wenn es darum geht, einen Beitrag der Finanzwirtschaft einzufordern. Sie sorgt für viel Ärger zwischen den EU-Mitgliedern, vor allem Großbritannien und Schweden wehren sich vehement gegen die Einführung. Vor allem Großbritannien sieht seinen Finanzplatz London in Gefahr, die britische Wirtschaft ist von den Banken und Versicherungen im Land sehr abhängig.


Die stärksten Unterstützer findet die Finanztransaktionssteuer in Deutschland und Frankreich, letztere würden sogar im Notfall einen Alleingang bei der Einführung gegenüber dem Nichtstun vorziehen. Deutschland war zunächst einmal darum bemüht diese Steuer in allen 27 EU-Staaten durchzusetzen, dies schlug allerdings durch das Veto von GB fehl. Merkel und Sarkozy engagieren sich aber jetzt für eine Durchsetzung innerhalb der Eurozone mit der Möglichkeit für Nicht-Euro-Länder der Vereinbarung freiwillig beitreten zu können.


Die Besteuerung sieht für Aktien und Anleihegeschäfte 0.1% für jede Transaktion und für Derivate 0.01% vor. Es werden nicht die Börsen belastet, sondern Banken, Versicherungen und Fonds. Ein unerwünschter Nebeneffekt ist, dass dadurch auch die Transaktionsgebühren für den privaten Aktienhändler steigen werden, hauptsächlich trifft diese Steuer aber den Hochfrequenzhandel der Banken, der an der Deutschen Börse zu 40% der Umsätze beitragt. Im Hochfrequenzhandel werden Käufe und Verkäufe mit wenigen Sekunden Abstand durchgeführt. Diese sehr spekulative Investmentmethode soll durch die Finanztransaktionssteuer deutlich eingedämmt und somit das Bankensystem stabilisiert werden.


Der erwartete Ertrag beträgt 57 Milliarden Euro, dürfte aber ohne eine Beteiligung von Großbritannien deutlich geringer ausfallen.


Gegner dieser Steuer argumentieren meist damit, dass die Börsenplätze Frankfurt und Paris Handelsvolumina an London verlieren könnten. Solange man aber die Steuer unabhängig vom Börsenplatz einführt, also die Steuersitze der jeweiligen Unternehmen betrachtet, sollte der oben genannte Effekt wesentlich geringer ausfallen.


Ich muss mich ganz klar für diese Art der Besteuerung einsetzen, auch wenn sie ohne GB geschieht, weil so zumindest ein Teil der Finanzierungskosten für wankende Staaten durch die Verursacher (es gibt auch noch viele weitere Faktoren!) getragen wird und die Sozialisierung von Schulden geringer ausfällt. Nur so kann Marktwirtschaft nachhaltig funktionieren. Die Korrelation zwischen Ertrag und Risiko muss bestehen bleiben!

Dienstag, 10. Januar 2012

Aktien Strategien - Übersicht

Der Übersicht zuliebe wurde den vielen im Blog vertretenen Aktien Strategien von mir eine eigene Seite gewidmet. Sie können nun unter  --> Aktien Strategien - Übersicht aufgerufen werden.


Viel Spaß beim Stöbern!

Montag, 9. Januar 2012

Aktienstrategie - EUMA

Der erste 50% Verkauf wurde heute vorgenommen. Wie am Kursverlauf der Vorzugsaktie von VW zu sehen ist, wurde die erste Verkaufsmarke (s. EUMA-Indikator) von 122.55€ kurz vor 17 Uhr durchbrochen. Die Aktie pendelte sich zum Börsenschluss bei 121.75€ ein.
Nun werden wir abwarten müssen, ob die zweite Verkaufsmarke (heute geändert von 119.47€ auf 119.72€) gehalten werden kann, oder auch diese in den nächsten Tagen fällt.


Eins ist sicher: 0.8% werden wir aus diesem Trade mindestens mitnehmen, wenn nicht sogar mehr, bleiben wir gespannt!

Sonntag, 8. Januar 2012

Aktienstrategie für 2012

Viele werden sich fragen, in welche Aktien man auch 2012 getrost investieren kann, ohne zu sehr von den Auswirkungen der Eurokrise abhängig zu sein.


Doch eins wird dabei aus dem Blick verloren, nämlich dass sich die Börsenregeln verändert haben. Sinkt der Gesamtmarkt, sinken die meisten Aktien im gleichen Rhythmus. Dieser Umstand führt dazu, dass man in unsicheren Zeiten, nicht besonders viel Wert auf Aktientipps geben sollte, die rein fundamental begründet sind. Meiner Meinung nach sollte immer eine Kombination zwischen technischer und fundamentaler Analyse vorliegen. Nur so sind maximale Renditeaussichten einplanbar. 


Zu den am geringsten konjunkturabhängigen Aktien zähle ich in Deutschland vor allem die beiden Versorgerwerte E.ON und RWE, sowie die Pharmahersteller Fresenius und Merck. Vor allem die Energieversorger scheinen mir durch die Fukushima Katastrophe etwas zu abgestraft. Gleiches gilt für Unternehmen mit viel Umsatz in Schwellenländern, dazu zählen zum Beispiel Siemens und die deutschen Autobauer. Ein dortiges Wachstum kann eventuelle Einbußen im rezessiven Europa begrenzen.


Ohne eindeutigen Aufwärtstrend würde aber auch ich diese Werte nicht in mein Portfolio aufnehmen. Auf jeden Fall aber dürfte sich eine Aufnahme in die Watchlist lohnen.

Vorteile einer stärkeren Geldpolitik der EZB

Durch das Eingreifen der EZB am Staatsanleihenmarkt könnte die Staatschuldenkrise in Europa zumindest für den Moment gelöst werden. Einer der wahrscheinlichsten Ideen dabei ist folgende: Die EZB legt einen bestimmten Marktzins für Euro-Länder fest, welcher nicht überschritten werden darf. Das heißt im Klartext, solange die Marktteilnehmer davon überzeugt sind, dass ein Land seine Schulden auch nachhaltig bedienen kann, muss die EZB überhaupt nicht eingreifen. Dies wird zudem dadurch verstärkt, dass jeder Marktteilnehmer weiß: Dieses Land wird niemals mehr, als die festgelegten Zinsen zahlen müssen und dadurch steigt natürlich in enormer Weise das Vertrauen in die tatsächliche Begleichung der aufgenommen Schulden. Somit könnte allein die Ankündigung der Zentralbank zur Umsetzung einer solchen Geldpolitik die Märkte massiv beruhigen, dennoch kann man nicht ganz ausschließen, dass das Vertrauen sinkt. In diesem Fall steigt das Inflationsrisiko, weil effektiv Geld gedruckt wird, bzw. viel zusätzliches Geld den Markt flutet, welches nicht mit einer gleichzeitigen Prosperität einhergeht. Doch wie hoch ist die Inflationsgefahr wirklich? 


Diese Frage wird uns wohl niemand beantworten können, sie ist auch Bestandteil der Diskussion um solche Schritte der Zentralbank in Europa. Das Bewusstsein der Deutschen ist verständlicherweise immer noch durch die Hyperinflation im Jahr 1923 stark geprägt. Die anderen europäischen Staaten haben keinen historischen Bezug dazu. Doch lassen wir die Historie beiseite und beschäftigen wir uns mit aktuellen Beispielen: Japan und die USA.
In Japan herrscht seit über 20 Jahren Deflation, die Staatsverschuldung liegt bei weit mehr als 200% des BIPs und die japanische Zentralbank (Bank of Japan) interveniert sehr häufig am Geldmarkt, um den starken Yen gegenüber ausländischen Währungen wie den Dollar oder Euro zu drücken. Japan ist vor allem eins, Exportland und die Wirtschaft hat nur durch günstige Wechselkurse eine vernünftige Marge am Ende übrig.
Die USA verabschieden ein Staatsanleihenkaufprogramm nach dem anderen. Von Inflation ist in beiden Fällen nicht viel zu spüren. Die Kausalität zwischen Gelddrucken und Inflation ist also nicht so eindeutig wie erwartet. Ein weiterer Dämpfungsfaktor dürfte die rezessive makroökonomische Lage der europäischen Wirtschaft sein. Dennoch heißt es auch hier keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.


Das größte Risiko besteht meiner Ansicht nach sowieso nicht in einer möglichen aufkommenden Inflation, sondern im verloren gegangenen Anreiz zur Schuldenminimierung und zur Verabschiedung eines soliden Haushalts. Gerade das hebt die Inflationserwartungen. Diese Gefahr muss dringend im Euroland gebannt werden. Wir (Europa) müssen endlich zu einer gemeinsamen Haushaltspolitik finden oder zumindest bestimmte Vetorechte zu unverhältnismäßig überhöhten Haushälten bekommen!

Freitag, 6. Januar 2012

EUMA - Portfolio

Heute geht Volkswagen zwar mit einem Minus von etwa 2% aus dem Handel, was sich dann auch dementsprechend auf das EUMA - Portfolio niederschlägt, dennoch hat diese Aktie auf Wochenbasis über 6% hinzugewonnen und der heutige Rückgang dürfte deswegen auch mit ersten Gewinnmitnahmen zu begründen sein.


Mein Indikator hat heute die beiden Verkaufskurse bekannt gegeben: Sollte die Aktie auf 122.55€ sinken, werden 50% der Anteile verkauft, sollte sie tatsächlich bis auf 119.47€ (Kaufkurs) sinken, werden die restlichen 50% abgestoßen. Ich gehe erst einmal davon aus, dass vor allem die zweite Barriere so schnell nicht getestet wird, später sind wir jedoch immer schlauer.


Die beiden verschiedenen Verkaufskurse werden bei positiver Kursentwicklung nach oben hin angepasst, sodass es durchaus der Fall sein kann, dass Montag Abend (09.01.2012) nach Börsenschluss bereits neue Verkaufskurse für die folgenden Tage von mir bekanntgegeben werden.

DAX Prognose für 2012

Bei so einem langfristigen Blick in die Kristallkugel ist es eigentlich schon von vornherein klar, dass man sich am Ende irrt. Dennoch kann man zumindest eine grobe Einschätzung wagen und beim "Wagen" bleibt es auch.


Wenn man grob die Fakten auflistet, kommt man zu dem Schluss, dass eine Verbesserung der aktuellen Staatsschuldenkrise in Europa eher unwahrscheinlich ist (ich bete zu Gott, dass es anders kommt). Die strukturellen Probleme in Griechenland (Steuerhinterziehung, Korruption, fehlende Wettbewerbsfähigkeit) sind nur schwierig zu beheben und werden sich noch mehrere Jahre hinziehen. Zudem besteht erheblicher Zweifel daran, ob der EFSF noch weiter aufgestockt werden kann. Um der Krise entgegen kommen zu können, bleibt vermutlich nichts anderes übrig, doch die Bundesregierung sträubt sich bisher dagegen. Eurobonds oder ein gezieltes Eingreifen der EZB an den Primärmärkten für Staatsanleihen halte ich auch eher für unwahrscheinlich, zumindest für das nächste Jahr, wenn überhaupt bleibt es das ultima ratio. Darüber hinaus bedarf es sehr viel Zeit für das Voranschreiten der europäischen Integration, und das heißt für mich erst einmal Haushaltsintegration. Man bekommt von den vielen Gipfeln, die leider nur Minimalergebnisse liefern, einen guten Eindruck davon.

Man kann also bei der Betrachtung des oben aufgeführten davon ausgehen, dass die Unsicherheit an den Finanzmärkten im nächsten Jahr tendenziell eher zu- als abnimmt.
Deshalb ist meine Einschätzung zum DAX Kurs auch negativ geprägt, ich gehe von 4800 Punkten am Jahresende aus.

Dieser Artikel ist mein Beitrag zum:

Donnerstag, 5. Januar 2012

EUMA Portfolio

Dank guter US-Dezember Absatzzahlen der Volkswagen AG, schiebt sich heute zum ersten Mal das EUMA Portfolio vor das DAX-Portfolio. Hierbei soll angemerkt werden, dass Gebühren und Steuern beim EUMA Portfolio berücksichtigt werden, beim DAX Portfolio handelt es sich ebenfalls um die Netto-Rendite (Kapitalertragssteuer + Solidaritätszuschlag). Somit findet der Wettbewerb auf Augenhöhe statt.


Ich stufe Volkswagen weiterhin mit "Halten" ein, es kann aber möglich sein, dass in den nächsten Tagen ein Verkaufskurs vom EUMA-Indikator ausgegeben wird, da sich der Aktienkurs sehr nahe an der Trigger-Linie befindet.

--> hier gehts zum: EUMA - Indikator