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Samstag, 29. Dezember 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 52

Der DAX konnte zum Jahresende seine Aufwärtsbewegung fortsetzen. Es ist schon sehr erstaunlich, dass der deutsche Leitindex eine solch enorme Entwicklung bei all der wirtschaftlichen Unsicherheit in Europa im Zusammenhang mit der Schuldenkrise darbot. Bereinigt von der steuerlichen Abgabenlast konnte man mit dem bloßen Investment in ein DAX-ETF dieses Jahr jede andere aufgeführte Aktienstrategie deutlich schlagen. 

Dies gilt allerdings nur für diejenigen, die im Sommer 2012 einen kühlen Kopf bewahrten und ihre Positionen behielten bzw. ausbauten und nicht begannen zu verkaufen. Der DAX ist dieses Jahr nicht wie ein Strich nach oben geschossen, es gab sehr wohl Zeiten zu denen es gar nicht mal so rosig aussah.  

Für den Einsatz von Aktienstrategien gibt es in der Regel zwei wesentliche Kriterien: Das eine ist die Rendite, das andere die Volatilität, also die Schwankungsbreite. Ein DAX-ETF konnte zwar mit der Rendite letztlich jede andere Strategie in den Schatten stellen, doch musste der Besitzer eines solchen Wertpapiers auch die dicksten Nerven mitbringen (jeweils einsehbar unter den Veränderungen zur Vorperiode). Ich werde dazu in den nächsten Tagen einen Chart posten, der den Verlauf der einzelnen Aktienstrategien auf Jahresbasis darstellt.

Kaufsignal:

MACD: 10.12.2012 bei 7530.92 Punkten.


Sonntag, 9. Dezember 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 49

Nach vier Wochen Pause gibt es mal wieder einen Renditevergleich der wichtigsten im Blog aufgeführten Aktienstrategien. Insgesamt ist zu beobachten, dass fast alle Aktienstrategien vom Wiedererstarken des DAX profitieren konnten. Lediglich der MACD wurde durch ein Verkaufssignal ausgebremst und der EUMA-Indikator produzierte nur ein uneindeutiges Kaufsignal (dazu mehr --> EUMA-Indikator vom 05.12.2012).

Wichtige Signale der einzelnen Strategien:

Kaufsignale:

RSI: 19.11.2012 bei 7123.84 Punkten. Allerdings war die Strategie bereits investiert, so dass das Kaufsignal lediglich Informationscharakter besaß und das vorherige Kaufsignal bestätigte.

Bollinger-Bänder: 12.11.2012 und 19.11.2012 bei jeweils 7168.76 und 7123.84 Punkten. Das erstere wurde ausgeführt und taucht nun in der Renditetabelle auf (s. Bollinger-Bänder).

Verkaufssignal:

MACD: 12.11.2012 bei 7168.76 Punkten.


Donnerstag, 6. Dezember 2012

EUMA-Indikator: 05.12.2012

Die Chartentwicklung des Deutschen Aktienindexes verbunden mit der Interpretation durch den EUMA-Indikator war für die letzten Wochen sehr aufschlussreich. Der klare Verkaufstrend in der Periode zwischen Ende September bis Mitte November fand ein jähes Ende durch ein "uneindeutiges" Kaufsignal vom 26.11.2012 bei 7292.03 Punkten. Was heißt nun in diesem Zusammenhang "uneindeutig"? 
Wie ich bereits in früheren Posts zum EUMA bemerkte, hebt dieser Indikator keinen Anspruch auf Richtigkeit, sondern kann wenn überhaupt nur ungefähre Wahrscheinlichkeiten für die "Eindeutigkeit" von Kauf- bzw. Verkaufssignalen liefern. Je weiter sich also ein Signal durch die Überschneidung der jeweiligen EUMA mit ihrer EMA-Linie von der x-Achse entfernt bildet, desto stärkere Relevanz und damit Aussagekraft wird mit ihm verbunden. Aus der Erfahrung und durch unzählige Backtests ergab sich für mich die Linie der Eindeutigkeit bei 5 bzw. -5 zu ziehen. Gehen wir von dieser Interpretation aus, so ist das letzte Kaufsignal ein uneindeutiges und damit zu vernachlässigendes Signal. 


Unterstützt wird es jedoch wiederum von positiven Wachstumszahlen aus dem Reich der Mitte, welches sich für die deutsche Exportindustrie immer stärker zum einzigen konjunkturell verlässlichen Partner entwickelt. Zudem wird uns von Seiten der Politik und den meisten Medien suggeriert, dass die schlimmsten Eruptionen der Staatsschuldenkrise in Europa vorüber seien. 
Doch dies ist unwahr! Wir können hier lediglich von einer Verschiebung der notwendigen Konsequenzen in die nächste Wahlperiode (insbesondere in Deutschland) sprechen. Mit dem Geld der EZB kann es einige Jahre gut gehen, was im Umkehrschluss auch einige Jahre weiteres Wachstum gerade bei deutschen Aktien verspricht. Weitere Kurskorrekturen kommen aber mit Sicherheit, weswegen sich Stop-Loss Setzungen noch nie so gelohnt haben werden, wie es momentan der Fall ist. 
Blindes Nachfolgen macht also keinen Sinn! Betrachten Sie die obige Analyse als zusätzliche Meinung, die als Basis für Ihre Investmententscheidung dienen kann.


Mittwoch, 14. November 2012

EUMA-Indikator: 14.11.2012

Zu meinem Erstaunen befindet sich die EUMA-K Linie immer noch in einem stabilen Trendkanal hin zum erneuten Kaufsignal. Eigentlich hätte ich erwartet, dass wir längst ein zwischenzeitliches Kaufsignal erleben, doch bis jetzt bleibt es aus. Meine Sorge soll es nicht sein. Die aktuelle Devise heißt deswegen Abzuwarten und nicht vor einem neuem Kaufsignal zu investieren. Die Akteure der Finanzmärkte sind sehr über die Methoden zur Lösung der Eurokrise besorgt. Grund geben ihnen die Politiker selbst, in dem sie die notwendige !politische! Arbeit der EZB zur Last legen und anscheinend erkannt haben, dass diese es mit sich machen lässt. Was ich meine: Schatzwechsel, die vom griechischen Staat ausgegeben werden und trotz Ramschstatus bei der EZB für frische Liquidität eingelagert werden dürfen (s. --> Griechenlands Finanzierungstrick). Wir steuern auf sehr unruhige und vor allem unsichere Zeiten zu, momentan erleben wir die Ruhe vor dem Sturm.


Montag, 12. November 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 45

Die Gewinne von vorletzter Woche (zwischen 0.84 und 1.64% bei den einzelnen Aktienstrategien) sind mehr als aufgebraucht (s. Grafik). Dass es letzte Woche mit den Börsen wieder talwärts ging hat verschiedene Faktoren. Zum einen stand am Dienstag den 6. November die Wahl in Amerika an, in der Obama als Präsident der Vereinigten Staaten wiedergewählt wurde (s. letzter Post), zum anderen konzentrieren sich die Sorgen der Euro-Zone zunehmend auf Portugal, dessen Anleihezinsen am Sekundärmarkt trotz der scheinbar übermächtigen Garantie der EZB seit einiger Zeit wieder beginnen zu steigen (momentan über 8%). Außerdem gerät auch unser Nachbar Frankreich zunehmend in Schieflage (nun offiziell in einer leichten Rezession). Viele Investoren fragen sich, ob Deutschland die Kraft aufbringen wird und kann! den Infekt der Eurozone hinauszuzögern. 
Am Mittwoch/Donnerstag sehen wir die Auswirkungen der P.S.:DAX-Entwicklung auf den EUMA-Indikator, auf die ich sehr gespannt bin!


Donnerstag, 8. November 2012

EUMA-Indikator: 07.11.2012

Wie bereits letzte Woche vermutet, kam es zu einer Abschwächung des Wachstums der EUMA-K Linie. Noch stehen wir vor einer erneuten Unterbrechung des gegenwärtigen Verkaufstrend hin zum Kauftrend. Doch meiner Einschätzung nach werden wir diese "Unterbrechung" noch vor einem neuem Kaufsignal erleben, welches erst über der 5er Marke generiert werden würde. 
Für einen kurzfristigen Rücksetzer der weltweiten Börsen sorgte gestern die Wiederwahl Obamas zum amerikanischen Präsidenten. Dass diese Entscheidung des amerikanischen Volkes jedoch nachhaltig die Börsen belasten wird, vermute ich eher nicht. Die Enttäuschung lässt sich damit begründen, dass Obamas Opponent Romney in seiner Wahlkampagne versprach, sich massiv für die Re-Deregulierung der Wall Street einzusetzen. Dies wird nun nicht in diesem Ausmaß geschehen. Hoffnungen wurden also enttäuscht. Viel wichtiger erscheint mir jedoch die wirtschaftliche Entwicklung in Amerika und Europa, die zuletzt wieder Grund zur Sorge bot.


Montag, 5. November 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 44

Ganz so schnell wie erhofft ging es dann doch nicht abwärts. Diese Einschätzung gab ich allerdings schon am Mittwoch dem 31. Oktober in meinem Kommentar zum wöchentlichen EUMA-Indikator preis. Momentan fehlt an den Märkten die Angst vor einem wirtschaftlichen Absturz in Europa bzw. einem Auseinanderbrechen der Währungsunion. Es sieht so aus, als ob es der Politik tatsächlich gelungen sei, die Marktteilnehmer von ihrem Uneingeschränktem Willen zu überzeugen, auch schwächere Glieder der Eurozone (vgl. Griechenland, Portugal) unter allen Widrigkeiten und Umständen in der Gemeinschaft zu halten. 
Zudem bekommt die Politik ja mächtig Rückenwind von Mario Draghi (Präsident der EZB). Seine Ankündigung der ungedeckelten Staatsanleihekäufe für Krisenstaaten, sobald sie einverstanden sind sich den laschen Regeln des ESM zu "unterwerfen", hat ordentlich Eindruck hinterlassen. Es gibt ein altes Börsensprichwort, dass besagt: "Man sollte niemals gegen die Notenbank wetten." Dass sich viele daran halten, sehen wir an der aktuellen Marktlage.


Mittwoch, 31. Oktober 2012

EUMA-Indikator: 31.10.2012

Trotz der leichten Erholung des DAX innerhalb der letzten Woche steigt der EUMA-Indikator weiter an. Für eine eindeutige Kaufempfehlung braucht es jedoch noch den Anstieg über die 5er Marke. Meiner Einschätzung nach dürfte dies jedoch noch bis mindestens Dezember 2012 dauern.
Wir erkennen im folgenden Chart sehr deutlich, dass wir seit Ende September einen ungebrochenen Verkaufstrend haben. Ich würde es sehr begrüßen, falls sich jener in dieser Form weiter fortsetzen sollte. Allerdings gehe ich unter realistischen Annahmen eher davon aus, dass wir noch vor dem Wiedererreichen der 5er Marke mit einer erneuten Unterbrechung des Verkaufstrends (s. Mitte September) hin zum Kauftrend ausgehen müssen.


Montag, 29. Oktober 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 43

Weiter geht es mit der Talfahrt des DAX. Die Spanne der dieswöchigen Negativrenditen lag bei -1.5% bis -1.85%. Dennoch: Ununterbrochen führt die einfachste Strategie, nämlich lediglich ein DAX-ETF zu besitzen bis zum heutigen Zeitpunkt zum besten Ergebnis. Die Stärke des DAX trotz Schuldenkrise und der fehlenden Umsetzung von strukturellen Reformen in Europa ist zu großen Teilen auf die expansive Geldpolitik der EZB und anderer wichtiger Notenbanken (FED, BoE) zurückzuführen. Ich bin sehr gespannt, ob wir dieses Jahr nochmal unter die 7000er springen werden. Es muss sich die Frage gestellt werden, ob es zum aktuellen Zeitpunkt eine bessere Anlagealternative als Aktien gibt (z.B. Gold, jedoch mit drei ???). Erst dann werden wir größere Abflüsse bemerken.


Donnerstag, 25. Oktober 2012

EUMA-Indikator: 24.10.2012

Nun also auch die Aktualisierung des EUMA-Indikators, nachdem ich letzte Woche pausiert habe.
Sehr schön zu erkennen ist, dass der Verkaufstrend weiter anhält und auch im DAX sind wir durch Berichte über eine Abschwächung der hiesigen Konjunktur vom Jahreshoch (7478.53 Punkte) wieder weiter entfernt (Close(t) 7192.85). Der EUMA-Indikator ist keineswegs ein Garant dafür, dass er im weiteren Verlauf über die doch so wichtige 5er Hürde springt. Erst dann nämlich würde ein Kaufsignal generiert werden. Je höher die EUMA K-Linie vom EMA K durchschnitten wird, als desto sicherer kann das Kaufsignal angesehen werden. Dies war Anfang Juni der Fall und wird es vermutlich erst wieder, sobald der DAX wieder deutlich unter 7000 Punkten dotiert. Bis dahin heißt es abwarten bzw. auf das nächste jedoch unsicherere Kaufsignal im Bereich 0 bis 5 zu hoffen. In diesen Bereich konnten wir mit der EUMA K-Linie immerhin schon vordringen!


Montag, 22. Oktober 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 42

Zunächst einmal möchte ich mich für den zwischenzeitlichen Aussetzer entschuldigen. Den Renditevergleich für die Kalenderwoche 41 (gleiches gilt für den EUMA-Indikator) konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht posten. Gutes Zeitmanagement ist das A und O, und dies lief letzte Woche etwas schief. Doch nun soll es ungehindert weitergehen!

Großartige Bewegungen gab es in den letzten zwei Wochen allerdings nicht wirklich. Zwar schloss der DAX letzte Woche stärker im Minus, dieses konnte er aber diese Woche nahezu vollständig wieder aufholen. 

Der EUMA-Indikator wird die folgende Woche wieder wie gewohnt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag online gestellt werden. Bis jetzt pendelt das Barometer jedoch immer noch im Bereich 0 bis -5, sodass keine tatsächliche Aussagekraft für etwaige Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen gegeben ist.


Donnerstag, 11. Oktober 2012

EUMA-Indikator: 10.10.2012


Der EUMA-Indikator setzt seinen Verkaufstrend von letzter Woche fort. Sind dies bereits Anzeichen für eine nächste stärkere Korrekturbewegung unter die 7000er Marke? Oder holt sich der Markt momentan nur ein wenig Luft für die nächste steile Rallye bis zu 8000 Punkten? Niemand weiß dies. Und es hat auch keine weitere Relevanz für uns. Wichtig allein, ist zu wissen in welchen Bereichen sich das aktuelle Marktgeschehen abspielt. Momentan befindet sich der EUMA K – Kurs, welcher für die Kaufentscheidungen zuständig ist, knapp unter der x-Achse. Erst wenn sich dieser wieder über der 5er- Grenze vom EMA K schneiden lässt, entstehen treffsichere Kaufsignale. Nehmen Sie Abstand von der Illusion jeden Tag treffsichere Einstiegssignale zu erhalten. Die Realität sieht anders aus! 


Montag, 8. Oktober 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 40

Momentan sieht alles sehr rosig aus. Die Aktienmärkte konnten sich wieder von ihrem kleinen Korrekturtief erholen und stehen kurz vor weiteren Kurszuwächsen. Medienberichten zufolge rappeln sich Portugal und Irland wieder ein wenig und die EZB Milliarden mussten auch noch nicht gedruckt werden. Die Renditen für südeuropäische Titel haben sich wieder deutlich unter der magischen 7% Grenze eingependelt. Alles scheint traumhaft. Doch wie nahe ist dieses Gefühl der tatsächlichen Realität? Warum steigen die Kurse bei scheinbar ungelösten Problemen? Warum gibt es immer noch nicht den oft vorhergesagten Einbruch an den Märkten? Die Antwort ist einfach: Klein- und vor allem Großanleger trauen sich nicht gegen die EZB Milliarden zu wetten. In der Vergangenheit konnten Notenbanken mit den entscheidenden Schritten Anleger immer wieder das Risiko bei der Anlage in Aktien nehmen. 
Doch ich warne trotzdem davor diese Informationen als Freifahrtschein für das Aktieninvestment heranzuziehen. Wir sahen einen Einbruch der Kurse im (Früh-)Sommer dieses Jahres von 7200 bis unter 6000 Punkte und dies trotz zweier Milliarden-Tender der EZB. Im empfehle auf solche Gelegenheiten zu warten und nebenbei maximal das Risiko eines Sparplans z.B. auf den DAX zu tragen (s. Grafik).


Donnerstag, 4. Oktober 2012

EUMA-Indikator: 04.10.2012

Auch in der vergangenen Woche setzte sich der begonnene Verkaufstrend fort. Dieses Mal ist er zudem stärker ausgeprägt, als nach dem ersten eindeutigen Verkaufssignal vom 24.08.2012. Jetzt müssen wir abwarten, wie sich der Markt weiter entwickelt. Für Käufe ist es noch zu früh, wenn man vermeiden möchte zwischenzeitlich mitunter hohe Verluste zu verbuchen. Der EUMA-Indikator schlägt immer dann an, wenn charttechnisch nur sehr wenig Abwärtspotenzial und gleichzeitig die Aussicht auf sehr hohe Renditen gegeben ist. Momentan befinden wir uns wieder im  Wertebereich (-5;5), welcher insgesamt eher schwache Aussagen über die zukünftige Entwicklung am Markt geben kann. Geduld macht sich jedoch immer bezahlt, solange die Ein- und Ausstiegspunkte klar definiert worden sind.


Montag, 1. Oktober 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 39

Sehr schön und deutlich erkennen wir, wie der DAX letzte Woche ein wenig Federn ließ. Diese Entwicklung ist nur allzu verständlich, da die bisherigen Entscheidungen und Ankündigungen der EZB bzw. der europäischen Politiker bereits eingespeist sind. Momentan testen die Marktteilnehmer, ob die Euphorie angesichts der ESM Ratifizierung und unbegrenzten Staatsanleiheaufkäufen der EZB nicht doch zu einer leichten Übertreibung an den Märkten führte. 
Neu in diesem Aktienstrategien Renditevergleich ist die Aufnahme des EUMA-Indikators, welchen ich ja bereits seit einigen Wochen in meinem Blog poste und kommentiere. Bei weiteren Informationen klicken Sie bitte auf die folgende Grafik.


Donnerstag, 27. September 2012

EUMA-Indikator: 26.09.2012

Wie bereits am letzten Donnerstag angekündigt und vermutet gab es nun eine Bestätigung des ersten Verkaufssignals von Ende August. Dies darf aber im Umkehrschluss nicht heißen, dass man nun beim DAX short gehen sollte. Der EUMA-Indikator ist noch nicht ausgereift genug, um auch für die  Shortpositionen hinreichende Empfehlungen zu geben. Wir können aus dem EUMA-Indikator Chart lediglich erkennen, inwieweit ein Investment in den DAX für das eigene Portfolio interessant erscheint. Momentan besteht nicht gerade der beste Zeitpunkt dafür. 


Montag, 24. September 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 38

Nach den sehr euphorischen letzten Wochen könnte man vermuten, die Zweifler an der Lösung der Eurokrise würden wieder langsam stärker werden. Alle aufgeführten Aktienstrategien konnten ihre Renditen zwar noch weiter ausbauen, doch das Steigerungstempo nahm spürbar ab. Mich würde es nicht überraschen, wenn der Bullenmarkt sich ein wenig nach unten absichern würde, d.h. vorerst eher mit stagnierenden Kursen bzw. einen leichten Korrektur bis in die unteren 7000er Bereiche zu rechnen wäre. Charttechnisch ist dafür allemal viel Spielraum gegeben.


Donnerstag, 20. September 2012

EUMA-Indikator: 19.09.2012

Der sich bereits letzte Woche ankündigende Kauftrend scheint dem Ende entgegen zu gehen. Deutlich erkennbar ist der eher schwach ausgeprägte Durchstoß der EUMA V - Linie durch den EMA V, der sich zudem eher waagerecht fortzusetzen scheint. Doch genaueres können wir natürlich erst nächste Woche bekanntgeben. Den grundsätzlichen Optimismus an den Börsen (kurzfristig!) sehe ich nicht gefährdet, allerdings wäre es atypisch davon auszugehen es ginge stets nach oben. Eine Korrektur, zumindest eine längere Seitwärtsbewegung sehe ich als zwingend notwendig an. Anleger sollten die aktuelle Lage dazu nutzen, ihre Cashbestände aufzustocken. Warten Sie auf günstigere Kursniveaus!


Montag, 17. September 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 37

Die Rallye will kein Ende nehmen. Auch diese Woche konnten wir ein neues Jahreshoch beim DAX beobachten (7446.47 Zähler). Gründe dafür sind mit Sicherheit, dass Griechenland deutlich mehr Zeit eingeräumt wird seine strukturellen Reformen anzugehen, die Fed gerade ihr QE3 beschließt und auch der ESM fast bedingungslos vom BVerfG durchgewunken wurde. 
Der Fehler vieler Kleinanleger liegt darin, in dieser von starken Optimismus geprägten Phase einzusteigen. Freilich besteht die Möglichkeit auf dieser Welle der Kurssteigerung noch eine Weile mitzureiten. Doch die Fallhöhe wird auch größer. Ich erinnere daran, dass die Mehrheit der Experten immer noch davon ausgeht, dass die europäischen Politiker die notwendigen Reformen auf die lange Bank schieben werden und die EZB macht es ihnen möglich. Vieles spricht dafür, dass die Schulden über eine mittlere Inflation schrittweise "abgebaut" werden sollen.

Mehr dazu:
--> Wird uns die Inflation letztendlich retten?
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln? (Teil 1)


Donnerstag, 13. September 2012

EUMA-Indikator: 12.09.2012

Die Märkte feiern! Der DAX erreicht sein 14-Monats-Hoch! Doch man darf daraus nicht den Fehlschluss ziehen, dass die aktuellen Aktionen von ESM bis hin zu den angekündigten Staatsanleihekäufen der EZB von den Finanzmarktakteuren auch langfristig als nachhaltig betrachtet werden. Die Börsen sind kurzfristige bis mittelfristige Börsen, gerade in Krisenzeiten. Die Party wird gefeiert mit dem ganz bewussten Hintergedanken, dass zum Zeitpunkt t das Licht ausgeht! 

Der EUMA-Indikator ist aus seinem anlaufenden Verkaufstrend ausgebrochen und schlägt nun wieder nach unten aus. Aus der Historie ist eine solche Formation nicht unbedingt als eindeutiges Kaufsignal zu werten, wie noch im Juni 2011. Dazu sind die Kursniveaus einfach zu hoch. Allerdings heißt es nicht, dass die Kurse nicht weiter steigen können. Lediglich die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario wird geringer eingestuft als noch 3 Monate zuvor.


Montag, 10. September 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 36

Keine der aufgeführten Aktienstrategien kann im bisherigen Verlauf des Jahres 2012 dem DAX das Wasser reichen. Dieser hat vergangene Woche sogar sein bisheriges Jahreshoch  (7194.33 Zähler im März) deutlich übertreffen können und schloss am Freitag mit 7214.5 Punkten. Dies geschah trotz bestehenden wirtschaftlich eher mauen Zeiten. Europa stagniert bzw. wird eine zumindest leichte Rezession durchschreiten. Letztendlich verdanken wir das aktuelle Kursfeuerwerk an den Märkten der EZB und deren glorreichen Entscheidung der direkten Staatsfinanzierung für Euro-Länder, die gleichzeitig ihr Heil unter dem Europäischen Rettungsschirmen suchen (ESM, EFSF). Mit diesem Schritt dürfte die EZB mittelfristig über einige Jahre die europäische Wirtschaft indirekt stark stützen. An der Tatsache der hohen Staatsverschuldung und der nun unwahrscheinlicher werdenden Reformbemühung aller Antragsteller konnte sie allerdings nichts verändern. Es empfiehlt sich weiterhin sehr wachsam zu bleiben und den aktuellen Entscheidung mit einer gesunden Portion Skepsis gegenüber zutreten. 


Mittwoch, 5. September 2012

EUMA-Indikator: 05.09.2012

Es ist deutlich zu erkennen, dass der EUMA-Indikator seit seinem Verkaufssignal vom 24.08.2012 weiter ansteigt. Für einen erneuten Einstieg ist es allerdings dringend erforderlich, dass der DAX nun eine stärkere Korrekturphase vollzieht, d.h. in etwa in den Bereich 6600/6500 abrutscht. Die Chancen für ein solches Szenario sehe ich lediglich, wenn unser EZB-Chef Mario Draghi weiterhin nur Versprechen gibt und keine Taten an den Anleihemärkten folgen lässt. Doch die einhellige Medienmeinung zur Zeit ist eher vom Gegenteil geprägt. Für die Aktienmärkte wäre ein solch drastischer und unkonventioneller Schritt der EZB kurz- bis mittelfristig ein Segen. Die grundsätzlichen Probleme werden allerdings weiterhin nur schleppend von den nationalen Regierungen und Parlamenten angegangen. Allzu günstiges Geld der Notenbank für die Staatsfinanzierung der Peripherie neigt eher dazu die Sparmoral zu schädigen als sie zu stärken.



hier gehts zur EUMA-Indikator Seite:
--> EUMA-Indikator

Montag, 3. September 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 35

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Der DAX Schlusskurs von vorletzter Woche Freitag (24.08.) und letzter Woche Freitag (31.08.) sind nahezu identisch. Die Differenz beträgt in Punkten gerade einmal 0.28 von fast 7000 DAX Zählern. Prozentual sehen wir abgesehen von der DAX-ETF-Sparplan Strategie keine Auswirkungen, wobei dieser auf meine Rundungsmethode zurückgeht und keinerlei andere Ursachen hat. 
Weiterhin wäre man mit dem reinen Setzen auf ein DAX-ETF bis jetzt am besten unterwegs gewesen. Wichtig für die kommenden Wochen wird der Ausgang der Entscheidung vom BVerfG über den ESM und evtl. die Umsetzung von Draghis geldpolitischen Versprechen sein. Sobald beide Ereignisse zeitnah positiv ausfallen, stehen die Zeichen gut, neue Jahreshochs zu erklimmen.


Mittwoch, 29. August 2012

Update zum EUMA-Indikator

Sie werden sicherlich mitbekommen haben, dass ich meinen selbstentwickelten EUMA-Indikator vor einigen Wochen von meinem Blog genommen habe. Dies tat ich, da meine Arbeit auch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der erweiterten EUMA-Strategie (--> LINK) meinen Ansprüchen nicht genügte. Zwar konnte letztere Strategie starke Backtestergebnisse für die Volkswagen Vorzüge generieren, allerdings neigte sie bei anderen Aktien und Indizes noch zu Fehlern. 

Ich bin immer noch daran hier und da einige Einstellungen vorzunehmen und die Kauf- bzw. Verkaufsbedingungen abzuändern bzw. mir neue Schlüsselindikatoren zu überlegen. Allerdings habe ich mich entschlossen meine Arbeit nicht nur für mich persönlich an meinem Notebook fortzusetzen, sondern meine Blog-Leser bei den einzelnen Veränderungen und Adjustierungen mit einzubinden. Das heißt konkret, dass ich auch meine Beta-Version in den Blog einfließen lassen möchte, unter der Gefahr des Produzierens von Fehlsignalen. Sie werden zunächst also keine vollständige EUMA-Strategie vorfinden können, sondern erste Teilbereiche, wobei diese gar nicht mal so schlecht sind und zumindest als Orientierungshilfe beitragen können.

Seit Juli 2012 hab ich den Code noch einmal wesentlich umgeschrieben, sodass unser deutsche Leitindex (DAX), auf dem auch die Aktienstrategien im Renditevergleich fußen, stärker berücksichtigt ist. Der EUMA-Indikator wird von mir ab jetzt jeden Mittwoch/Donnerstag gepostet und zwischenzeitlich werde ich immer wieder einmal meine neuen Gedanken und Überlegungen zur Auslegung für Kauf- und Verkaufssignale einbringen. 

hier gehts zur neuen EUMA-Indikator Seite:
--> EUMA-Indikator

Montag, 27. August 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 34

Zwar hat der Leitindex letzte Woche leicht nachgegeben, doch dies geschah immer noch auf einem sehr hohen Niveau leicht unter der 7000er Marke. Keine der aufgeführten Strategien konnte letzte Woche ein Verkaufssignal produzieren. Lediglich die Sell-in-Summer Strategie (--> Link) und die Bollinger-Bänder Strategie (--> Link) sind schon einige Zeit nicht mehr im Markt investiert. Momentan zeigt das normale DAX-ETF im direkten Vergleich zu den anderen Strategien die beste Performance. Dies liegt mit Sicherheit aber auch daran, dass der DAX dieses Jahr nach dem August-Crash von 2011 von einem sehr durchschnittlichen Niveau  (5900 Punkte) gestartet ist. Insgesamt ist zu beobachten, dass alle aktiven Strategien ihre Gewinne und Verluste fast im Gleichschritt machen, was jedoch nicht verwunderlich sein dürfte, da alle als Investmentgrundlage den Leitindex heranziehen. Lediglich die unterschiedlichen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte verursachen die unterschiedlichen Renditen im laufenden Jahr 2012.


Samstag, 25. August 2012

Aktuelle Risiken durch ESM und EFSF für Deutschland

Am 12. September erfahren wir vom Bundesverfassungsgericht, ob der ESM dem Grundgesetz entspricht. Erst nach einem erfolgreichen Urteil kann der ESM in Kraft treten, da nur mit Deutschland die erforderliche Mindestrate von 90% des Stammkapitals (700 Mrd. €) erreicht werden kann. Alle anderen Euro-Länder haben den Vertrag bereits durch ihre nationalen Parlamente ratifizieren lassen. Auf Deutschland entfallen für den ESM ganze 190 Mrd. €. Diese Summe würde sich addieren zu den bereits gegebenen EFSF-Garantien in Höhe von 211 Mrd. €, sodass Deutschland im schlimmsten Fall für ca. 400 Mrd. € bürgt.

Folgend nochmal die bereits vergebenen EFSF-Kredite:
Medienberichten zufolge ließen sich Spanien und Italien zusammen nur bis 2014 von beiden Rettungsfonds finanzieren. Darin enthalten sollen 700 Mrd. € für die Tilgung von Altschulden und das Aufkommen für das jährliche Haushaltsdefizit sein. Demjenigen, der die Eurokrise bereits seit 2010 mitverfolgt, wird hier schnell klar, dass sich in einem solch kleinen Zeitraum einschneidende Reformvorhaben überhaupt nicht politisch umsetzen lassen und damit der dritt- und viertmächtigste Euro-Staat nicht wieder an die Kapitalmärkte herantreten kann. Die Kapazitäten der beiden Rettungsfonds reichen also von vorne bis hinten nicht und genau deswegen wird das Aufkaufen von Staatsanleihen angeschlagener Länder wie Italien und Spanien indirekt durch EZB Gelder immer wahrscheinlicher 

--> Mindmap - Eurokrise (s. Geldpolitik)
--> Wer sind die Profiteure einer Inflation? - Wie soll man handeln?

Risiken für alle Nettozahler (u.a. Deutschland, Niederlande, Finnland):

  • Die beiden Rettungsschirme vergeben zwar nur unter Auflagen Kredite an hilfsbedürftige Länder. Sobald das Geld aber einmal geflossen ist, gilt das Prinzip Hoffnung. Der ESM hat keinerlei Befugnisse notwendige Reformen und Sparziele zwingend umzusetzen. Es bleibt also weiterhin sehr wahrscheinlich, dass wir, wie im Falle Griechenlands, mit immer neuen und höheren Forderungen rechnen, bisweilen die Zinsen und Laufzeiten für Kredite senken bzw. verlängern müssen oder ganz zu einer Stundung eventuell sogar einem Schuldenschnitt gelangen. 
  • Der ESM ist außerdem freigesprochen sich jedweder Lizenzierungspflicht zu unterwerfen (Art. 32). Es ist ihm also möglich als Bank gegenüber der EZB aufzutreten und sich unbegrenzt Geld zum Zinssatz von 0.75% zu leihen. Die EZB muss lediglich den ESM als Kreditinstitut akzeptieren. Dies wird aber mit Sicherheit passieren, da auch der Internationale Währungsfonds Zugang zu Notenbank Krediten hat und der ESM dieses Recht ebenfalls in Anspruch zunehmen versucht. Diese Art der direkten monetären Staatsfinanzierung ohne erkennbare Sicherheiten ist der EZB eigentlich verboten. Doch dem politischen Druck hält die EZB leider schon lange nicht mehr stand und unter ihrem Vorsitzenden Mario Draghi ist es nur eine Frage von Wochen bis diese rechtliche Grauzone mit beiden Füßen betreten wird.
  • Die vergebenen Kredite beider Rettungsschirme tauchen nicht in der jeweiligen Staatsverschuldung der Euro-Staaten auf. Dem Bürger und dem Investor gegenüber wird so getan, als sei das Risiko eines Ausfalls nur marginal. Dabei mehren sich die Anzeichen für einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland, der auch öffentliche Gelder betreffen soll. Ähnliche Entwicklungen sind bei den anderen Antragstellern (Irland, Portugal, Spanien, Zypern, Slowenien) ebenfalls mit einzukalkulieren. 
  • Es gibt kein Veto-Recht für Deutschland. Deutschlands Stimmgewicht liegt bei 27%. Laut ESM-Vertrag genügt aber bei Entscheidungen die einfache oder auch qualifizierte (2/3) Mehrheit. Leider geht nicht hervor, wann welche Mehrheit benötigt wird. Doch selbst eine 2/3-Mehrheit könnte Deutschland nicht verhindern.


Montag, 20. August 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 33

Die Hausse will kein Ende nehmen. Dabei warnen schon viele Bankanalysten davor, jetzt noch einzusteigen, da die fundamentalen Probleme der Euro-Zone weiterhin ungelöst sind. Wesentlicher Grund für den aktuellen  Bullenmarkt kann nur das viele Zentralbankgeld sein, das über den Umweg der Geschäftsbanken nicht wie geplant im Wirtschaftskreislauf, sondern an der Börse gelandet ist. Sobald sich die politische Lage in Europa weiter zuspitzt und der DAX erste Kursrutsche verkraften muss, werden sich diese Global Player erst einmal zurückziehen und ihr Geld woanders parken. Beste Voraussetzungen also für starke und schnelle Kursverluste. Deshalb an dieser Stelle nochmal: Wer bereits investiert ist, sollte seine Stopps unbedingt anziehen, damit die bisherigen Gewinne gut abgesichert werden können.

Hinweis zur Sell-in-Summer Strategie:
Zur besseren Vergleichbarkeit habe ich den Berechnungszeitraum verändert. Dieser ist nun von Anfang des Jahres 2012 bis Ende Juli 2012, es folgt eine zweimonatige Investmentpause, Anfang Oktober 2012 wird wieder eingestiegen und bis zum Ende des Jahres gehalten. In den vorherigen Renditevergleichen habe ich den kompletten Zyklus, also Oktober 2011 bis Ende Juli 2012, betrachtet. Die Vergleichbarkeit gerade zum normalen DAX-ETF wäre damit nur eingeschränkt möglich gewesen.


Donnerstag, 16. August 2012

Griechenlands Finanzierungstrick

Der griechische Ministerpräsident Samaras wird am 24. August Merkel in Berlin treffen und sich bei ihr dafür stark machen, Griechenland 2 Jahre länger für den Reformkurs Zeit zu geben als bisher geplant. Das heißt konkret die schrittweise Reduzierung des jährlichen Haushaltsdefizits von 2.5% auf 1.5% zurückzufahren und die Ausgabenkürzungen in Höhe von 11.5 Mrd. € für die Jahre 2013/2014 bis 2015/2016 hinauszuzögern.

Westerwelle hat in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass Deutschland für Gespräche mit Griechenland zur Anpassung des Zeitplans für die Reformen bereit sei, dies jedoch im Bezug auf die im Zusammenhang mit den griechischen Wahlen verloren gegangene Zeit. Es kann sich demnach also nur um eine Anpassung von wenigen Monaten, nicht um Jahren handeln. Ähnlich sehen es andere Vertreter des Bundeskabinetts von CDU/CSU und FDP. Deutlich wahrzunehmen ist der Wunsch vieler Bundes- und Landespolitiker eine härtere Gangart gegenüber Griechenland einzulegen.

Momentan hält sich die griechische Regierung mit kurzfristigen Schatzwechseln über Wasser. Anleihen also, die nur eine Laufzeit von wenigen Wochen haben. Diese wurden fast ausschließlich von griechischen Banken gekauft, da sie diese Schatzwechsel durch eine Sonderregelung bei der EZB für neue Kredite als Sicherheit hinterlegen dürfen. Faktisch ist damit bereits eine Staatsfinanzierung durch die EZB gegeben, weil sie letztendlich haften muss. Das geht in Ordnung solange die Sicherheiten auch Sicherheiten sind. In diesem Falle tragen sie meiner Meinung nach eher zur Verschlimmerung und Verschleppung des Problems bei. Es ist zwar sehr wahrscheinlich, dass diese kurzfristigen Bonds zurückgezahlt werden, jedoch machen sie einen weiterhin großen Schuldenschnitt, der auch öffentliche Kredite (EZB, IWF, Rettungspakete) betreffen wird, wahrscheinlicher. Deutschlands bisherige Haftung für beide griechischen Rettungspakete beläuft sich auf 37 Mrd. €. Im September braucht der griechische Staat die Auszahlung der nächsten Tranche in Höhe von 30 Mrd. €. Ansonsten droht die Staatspleite und die Entscheidung drängt sich auf, ob Griechenland in der Eurozone verbleiben sollte oder nicht.

Montag, 13. August 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich KW 32

Und noch immer bleibt der von mir erwartete Rücksetzer aus. Allerdings geht es nun im Vergleich zur Vorwoche etwas langsamer nach oben. Die 7000er Marke konnte diese Woche nicht gebrochen werden und scheint wie eine magische Verkaufsgrenze zu wirken. Optimisten wie Pessimisten sind demnach in etwa zu gleichen Teilen am aktuellen Marktgeschehen beteiligt. Auch diese Woche warne ich davor, leichtsinnig einzusteigen. Zwar kann der DAX dieses Jahr theoretisch noch bis zu seinem Allzeithoch von 2007 klettern, doch auch nach unten ist viel Luft. 
Das Chance-Risiko-Verhältnis schätze ich bei 1:1.


Sonntag, 12. August 2012

Artikelempfehlung: Wirtschaftswoche

Ein wirklich sehr interessanter Artikel über die ehemalige "Lateinische Münzunion" und die Lehren für die aktuelle Staatsschuldenkrise im Zusammenhang mit der "Euro-Union". Auch hier gilt wieder der wichtige Kernsatz: Keine Währungsunion ohne politische Union.

--> Vom Scheitern einer europäischen Währungsunion (Essay)

Montag, 6. August 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Und weiter geht der Freudentaumel an den Börsen! Anleger sollten aber die zum Teil hohen Kurse nicht mehr nutzen, um jetzt noch einzusteigen. Momentan geben sich die positiven Meldungen die Türklinke in die Hand: Griechenland kommt wohl mit seinen Sparbemühungen besser voran als zunächst vermutet, der Immobilienmarkt in Spanien zuckt ein wenig und Draghi stellt sich bedingungslos (zumindest wird es darauf hinauslaufen) hinter den Euro. Beste Voraussetzungen also jetzt einzusteigen? - Nein! Die momentanen Entwicklungen sind hauptsächlich charttechnisch motiviert und haben wenig fundamentalen Grund. Die mittelfristigen Aussichten werden bald wieder ins Gedächtnis der Börsianer rücken. Sofern Sie bereits investiert sind, ziehen Sie Ihre Stopps an. Die --> Sell-in-Summer Aktienstrategie hat am 01. August ihr Verkaufssignal gegeben und hält nun bis zum 01. Oktober Cash. Nicht umsonst konnte Sie sich auch diesem Zyklus wunderbar entwickeln (+20.03%).


Mindmap - Eurokrise

Weil es mittlerweile schon etwas unübersichtlich geworden ist, welche Themenbereiche bereits behandelt wurden und wo es noch Ausbaupotenzial gibt, können Sie jetzt mit Hilfe einer interaktiven Mindmap meinen Blog besser durchforsten, als es Ihnen bisher möglich war. Ich hoffe damit etwas zur Übersichtlichkeit beigetragen zu haben!


--> Mindmap - Eurokrise

Sonntag, 5. August 2012

Aktienausblick - Staatsanleihekäufe der EZB

Übersicht:
Die EZB hat unter ihrem italienischen Präsidenten Mario Draghi vor kurzem entschieden, die bereits im Jahr 2011 begonnenen und dann wieder schnell eingestellten Staatsanleihekäufe für Krisenstaaten wie Italien und Spanien wieder aufzunehmen. Grund dafür sollen die hohen Spreads (Zinsdifferenz zwischen Bundesanleihen und Anleihen anderer Euro-Länder) sein, die der Ansicht der EZB nach kaum noch rational begründbar seien, sondern sich nur aus der Angst und Marktpanik erklären lassen würden. Spanien und Italien haben bereits große Reformanstrengungen unternommen, doch die Märkte honorieren diese nicht. Die Zinsen für 10-Jahres-Anleihen beider Länder befanden sich weiterhin auf Rekordniveaus, welche jeden Staat früher oder später in die Pleite schicken. Eine direkte Staatsfinanzierung bleibt wegen der EU-Verträge weiterhin verboten, doch auch über Aufkäufe an den Sekundärmärkten konnte die EZB bereits 2011 schnell zu einer Entspannung beitragen. Dieses Mal sollen die Staatsanleihekäufe jedoch an Bedingungen geknüpft werden. Staaten sollen nur monetäre Unterstützung von der Europäischen Zentralbank erhalten, wenn sie von der EZB als notwendig erachtete Spar- und Reformpakete verabschiedet haben. 
Zu den weiteren Beschlüssen gehört es, dass an den ESM auch in Zukunft keine Zentralbankgelder vergeben werden sollen, selbst falls dieser eine Banklizenz vorzuweisen hätte. Dieser Beschluss kann jedoch jederzeit mit einer einfachen Mehrheit im EZB-Rat wieder geändert werden.


Mögliche positive Entwicklungen:
Wegen der rezessiven Entwicklungen vor allem in Südeuropa, die nach und nach auch die restlichen Euro-Länder erreichen, ist die Deflation, die als solches schlimmere Folgen für die Wirtschaft hat als eine Inflation, weiterhin nicht gebannt. Eine lockerere Geldpolitik der EZB mit neuen direkten monetären Eingriffen könnte eine kommende Deflation im Keim ersticken. Zudem könnte die bloße Ankündigung notfalls mit EZB-Geldern zu intervenieren bereits zu einer Selbstregulation der Märkte führen. So bräuchte die Europäische Zentralbank nur wenig Geld in die Hand zu nehmen, um die Märkte tiefgreifend zu beeinflussen und das allgemeine Zinsniveau für Peripheriestaaten zu senken. Insgesamt vermögen es die gezielten an Bedingungen geknüpften Interventionen am Sekundärmarkt für Anleihen Staatsregierungen für geleistete Anstrengungen zu belohnen, auch wenn diese erst real nach Jahren sichtbar werden.


Mögliche Gefahren:
Interventionen am Anleihemarkt bergen immer das hohe Risiko der Inflation. Niemand weiß heute, ob Anleihen auch zurückbezahlt werden können oder ob es wie im Fall Griechenlands auch bei anderen Euro-Ländern zu Schuldenschnitten kommt. Es scheint fraglich ob die EZB ihren vorrangigen Gläubigerstatus aufrechterhalten kann und will. Falls sie dies beabsichtigt, steigt bei einem Schuldenschnitt zugleich der prozentuale Ausfall für Privatanleger, Banken usw. und lässt deswegen das Zinsniveau eher weiter ansteigen, weil das Ausfallrisiko steigt. Öffentliche Verluste mit Staatsanleihen (EZB, ESM, EFSF) sind also zu gut wie eingeplant. Das Zentralbankgeld findet also nicht wieder zurück und lässt damit die Geldmenge im Umlauf ansteigen, welches Inflation begünstigt. Dadurch entfernt sich die EZB immer weiter von ihrem Mandat der Geldwertstabilität und ersetzt dieses durch ein Mandat der monetären Staatsfinanzierung. 
Außerdem stellt sich mir die Frage, ob die EZB tatsächlich tatenlos zuschauen wird, wenn Regierungen anvisierte Sparziele immer wieder weit verfehlen und ihren Reformplänen nicht nachkommen. Wird es die EZB riskieren, dass Anleihezinsen für Spanien oder sogar Italien auf über 10% steigen? Wohl kaum. Hoffen dürfen wir zwar, dass diese Bedingungen greifen, bauen können wir jedoch nicht darauf.
Es mag politisch sinnvoll sein den Weg der Inflation zu gehen, d.h. Europa als Ganzes durch die Krise zu führen, doch die EZB ist keine demokratisch legitimierte Institution und dennoch  nimmt sie entscheidenden Einfluss auf das Schicksal von Millionen Europäern.

Marktausblick:
Die Entscheidungen Draghis werden die Märkte vorerst nicht abrutschen lassen. Volatile Schwankungen dürften auftreten, da es weiterhin nicht klar ist, wann, wo und in welchem Ausmaß die EZB tatsächlich Staatsanleihekäufe vornimmt. Außerdem erwarten wir alle gespannt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Legalität des ESM ab. Gerüchte über den Ausgang des Urteils dürften sich schon vorher ausbreiten und entsprechend für die Märkte richtungsweisend sein. Nicht vergessen dürfen wir allerdings, dass Aktienkurse sich nicht nur an politischen Entscheidungen, sondern vor allem an zukünftigen wirtschaftlichen Aussichten orientieren. Diese werden für deutsche Unternehmen zunehmend schwächer, denn da ist nicht nur das schwache Südeuropa, sondern auch der schwächelnde Konsum in den Vereinigten Staaten und China. Wer weiß, ob Spanien nicht doch ein eigenes und nicht nur auf die Banken zugeschnittenes Rettungspaket vom ESM benötigt? Alles keine guten Vorzeichen für sorglose Investments.
Anleger sollten jedoch keineswegs Abstand von Aktien nehmen, aber sehr auf die Auswahl achten. Gute Kennzahlen sind ein geringer Schuldenstand, Weltmachtstellung im jeweiligen Sektor, weltweiter Vertrieb (Streuung von Währungsrisiken, Unabhängigkeit von Südeuropa, starker Stand in den USA und Schwellenländern), Innovationsfähigkeit und eine ordentliche Dividendenausschüttung. Letztere ist nicht zu unterschätzen. Anleger, die diese konsequent in ihr Portfolio reinvestierten, konnten trotz volatiler Aktienkurse  langfristig überdurchschnittliche Gewinne einfahren. Achten sie auf die relative Höhe der Aktienkurse. Kaufen Sie nie zu teuren Kursen, weil sie Angst haben eine Rallye zu verpassen. Damit folgen Sie der Gier und nicht rationalen Entscheidungen!

Montag, 30. Juli 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Entgegen meiner Vermutung von letzter Woche eines baldigen Stopps des allgemeinen Aufwärtstrends, legten die Kurse weiter zu. Davon konnten auch einige im Blog erläuterte Aktienstrategien profitieren (s. Bild).  Fest steht jedoch weiterhin, dass der Sommer mit aller Wahrscheinlichkeit weiter volatil bleibt. Die Aussagen Draghis am letzten Donnerstag stärkten die Märkte, meiner Meinung nach aber nur kurzfristig. Ich gehe nicht davon aus, dass wir diesen Sommer noch eine Rallye erleben werden. Vielmehr werden v.a. professionelle Anleger das hohe Kursniveau nutzen, um Gewinne mitzunehmen.


Freitag, 27. Juli 2012

Aktienstrategie: Relative Stärke nach Wilder (RSI)

Als nächste Aktienstrategie habe ich die Relative Stärke nach Wilder auf die vergangene Rendite im Zeitraum von Ende 1991 bis Ende 2011 hin untersucht. Sie schafft dabei eine jährliche Netto-Rendite* von 6.41% pro Jahr. Dabei sind jedoch folgende Regeln für die Kauf- bzw. Verkaufslevel zu beachten:


Die aktuelle Börsenlage wird also von den prozentualen Abständen der jeweiligen Kurshochs und -tiefs (t-20) zur 200-T-Linie abhängig gemacht. 


* nach Börsengebühren und Steuern

Montag, 23. Juli 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Auch letzte Woche ging es weiter bergauf, sodass sich bei vier der sechs Aktienstrategien die Rendite für das laufende Jahr (2012) weiter ausbauen konnte. Auf Grund neuer und berechtigter Sorgen um den Fortgang der Schuldenkrise in Europa dürfte dieser positive Trend jedoch nun erst mal gestoppt sein. Vor allem die drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und die Hilfsanträge der autonomen Gemeinschaften Spaniens gegenüber der Regierung verunsichern die Finanzmärkte zunehmends. 


Sonntag, 15. Juli 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Der DAX hat seinen Anfang Juni beginnenden Aufwärtstrend fortgesetzt und liegt nach dem leichten Rückfall von letzter Woche wieder über 8% netto im Plus. Davon profitieren besonders die Aktienstrategien: Sell-in-Summer, 200-T-Linie, DAX-ETF und ETF-Sparplan. Die MACD und Bollinger Strategie notieren unverändert. Alles sieht danach aus, dass die Sell-in-Summer Aktienstrategie (Kauf am 01. Oktober, Verkauf am 01. August) dieses Jahr wieder voll aufgeht. Bleiben wir gespannt!


Montag, 9. Juli 2012

Aktienstrategien: Renditevergleich

Im Vergleich zu letzter Woche lassen sich kaum merkliche Veränderungen bei den Aktienstrategien Sell-in-Summer, DAX-ETF und ETF-Sparplan feststellen. Stärkere Bewegungen sehen wir bei den Bollinger-Bändern und bei der 200-T-Linie. Vor allem letztere scheint durch das aktuelle Marktumfeld sehr irritiert zu sein, obwohl sie sich in der Vergangenheit sehr bezahlt gemacht hat (8.16% p.a.). Die starke Volatilität scheint mir dafür hauptverantwortlich.


Samstag, 7. Juli 2012

Geldpolitische Instrumente - Zinssenkung der EZB

Die beiden wesentlichen Beschlüsse des EZB-Rates waren:
  • Den Leitzins von 1% um 25 Basispunkte auf 0.75% und
  • Den Einlagenzins von 0.25% auf 0% zu senken
Das Motiv hinter beiden Entscheidungen ist die drohende Rezession und die bereits vorhandene Massenarbeitslosigkeit in einigen Südeuropäischen Ländern zu bekämpfen. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit (in vielen Ländern nahe 50%) wird sich vermutlich über Jahrzehnte hinweg negativ auf das europäische Wachstum auswirken.
Ob die ureigene Aufgabe der Zentralbank die Geldwertstabilität zu halten eingehalten wird, ist weiterhin fraglich. Zwar scheint die Inflation angesichts der drohenden Rezession (wirkt deflationär) vorerst unwahrscheinlich, bei einer Erholung der Konjunktur müsste das viele Zentralbankgeld jedoch wieder aus dem Kreislauf genommen werden. Doch wird die EZB in der Lage sein den Leitzins dann wieder auf 4 bis 5% anzuheben oder erstickt diese Maßnahme die Konjunktur in ihrem Wachstumskeim? Vieles deutet daraufhin, dass die EZB mittelfristig von ihrer Zielmarke von 2% für die Inflation abweicht, was wiederum weitreichende Konsequenzen für Sparer, Pensionäre und Geringverdiener haben wird.

Die Entscheidung den Zinssatz für Übernachteinlagen auf null Prozent herunterzufahren soll den Interbankenhandel wieder ankurbeln. Es soll sich für die Geldinstitute nicht mehr lohnen dürfen ihr Geld bei der EZB zwischenparken zu können und dafür auch noch einen Zins zu kassieren. Ob es dieser Nullzins jedoch tatsächlich vermag das tiefere Misstrauen der Banken untereinander zu überwinden ist nicht sicher. Schlimmstenfalls geht dieser Vorstoß nach hinten los, da er offen legt, dass die Banken selbst bei 0% Einlagenzins auf Übernachtkredite zu anderen Instituten verzichten.

Die Zentralbanker hoffen darauf, dass der niedrige Leitzins vor allem die angeschlagenen Banken im südeuropäischen Raum mit zusätzlichen Kapital eindeckt, jedoch erhalten auch deutsche, niederländische und finnische Banken das Geld zu diesen günstigen Konditionen. Deutschland braucht eigentlich einen viel höheren Leitzins. Deswegen wären selektivere Maßnahmen vermutlich besser gewesen.

Die Realwirtschaft profitiert wahrscheinlich kaum, die Banken werden kurzfristig unterstützt und dies gibt wiederum kurzfristig den Finanzmärkten Aufwind. Letztlich kann die Zentralbank nur Zeit kaufen, die die Politik sinnvoll nutzen muss. Dazu gehört die rasche Umsetzung der Bankenunion (--> Wie würde eine Bankenunion funktionieren?), sowie das Durchführen struktureller Reformen in der ganzen Eurozone (inkl. Deutschland) mit besonderem Bedacht auf Wachstumsreformen. Von Strohfeuern sollte man allerdings Abstand nehmen.

weiter mit:

Montag, 2. Juli 2012

ESM Beschlüsse - Der Teufelskreis geht weiter

Die jüngsten EU-Beschlüsse kurz zusammengefasst:


  • Der ESM kann nun endlich Banken ohne Umweg über den Staat direkt rekapitalisieren
  • Staatsanleihen unserer europäischen Nachbarn dürfen auf Antrag nun auch durch die EFSF und den ESM primär und sekundär gekauft werden
  • Der ESM tritt im Falle Spaniens nicht als vorrangiger Gläubiger auf

Punkt 1 ist sehr zu begrüßen. Eine direkte Rekapitalisierung über den ESM kann zu einer schnelleren und effektiveren Umsetzung der Umstrukturierungsvorgaben führen und belastet zudem nicht den Staatshaushalt eines Landes, welches infolgedessen mit höheren Zinsen für seine Anleihen rechnen müsste. Allerdings muss hier weiterhin der Vorsatz gelten, nur diejenigen Institute mit "Überlebenschancen" temporär zu unterstützen und andere Banken im Sinne einer freiheitlichen Marktstruktur fallen zu lassen. Nur im Ausnahmefall und nach genauster Abwägung der Risiken und Konsequenzen durch die Pleite von "Systembanken" sollte der Steuerzahler auch ohne Aussicht auf ein langfristiges "Überleben" einspringen. Hier zeichnet sich das Dilemma ab, an welchem wir seit spätestens 2008 leiden.  Der Vorschlag einer Bankenunion und einer geordneten Abwicklung (auch von großen Banken) muss endlich Formen annehmen! Dazu gehört es zum Beispiel die Investmentabteilungen vom reinen Kundengeschäft zu trennen (--> Wie würde eine Bankenunion funktionieren?).


Die eigentliche Idee hinter Punkt 2 ist, dass reformwillige Länder wie bisher Italien und Spanien sich als Belohnung für ihre Bemühungen günstiger Geld leihen können. Das ist prinzipiell nicht schlecht. Auf der anderen Seite jedoch erhalten die übrigen Europäer, die ein erhebliches Risiko eingehen, keine Garantie dafür, dass dieser Reformkurs fortgesetzt und ausgebaut wird. Durch niedrigere Zinsen nimmt mitunter der politische Wille Reformen durchzusetzen ab. Deutschland hätte sich auf diesen Punkt nicht einlassen dürfen! Auch wenn Eurobonds bisher noch nicht beschlossen wurden, sind sie eigentlich schon Realität. Haftung ohne Einfluss auf das investierte Kapital ist den Steuerzahlern der europäischen Partnerländer nicht zuzumuten!


Die Begründung für Punkt 3 besteht darin, dass private Investoren Spanien in Zukunft auf Grund eines als vorrangigen Gläubiger auftretenden ESM meiden würden. Das mag stimmen. Jedoch geht man mit diesem Schritt auch wieder ein hohes Risiko für die anderen EU-Bürger ein. Es gibt genügend andere Möglichkeiten das obige Problem zu umschiffen. So schlug der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen Krisenstaaten vor, niedrig verzinste Pfandbriefe auszugeben, die durch Staatsbesitz oder Anteil an Steuereinnahmen besichert seien. Nur falls sich nicht genügend Käufer finden, springt der ESM als Kreditgeber der letzten Instanz ein. Ich kann mich mit diesem Vorschlag sehr anfreunden. Die Dreierkoalition Spanien, Italien, Frankreich steht dem eher skeptisch gegenüber. Weshalb lasse ich an dieser Stelle mal offen.


Weiter mit diesem Post:
--> Droht uns der Börsenkollaps? - Eine Einschätzung



Sonntag, 1. Juli 2012

Artikelempfehlung

Sehr lesenswerter Kommentar von Roland Tichy, dem Chefredakteur der Wirtschaftswoche:


--> Das sanfte Monster

"Die Euro-Krise ist nicht mehr mit Geld, sondern nur noch mit einer politischen Union lösbar. Die Not mit dem Geld schafft den Euro-Staat."

Aktien Strategien - Renditevergleich

Um zur besseren Vergleichbarkeit beizutragen, können Sie nun die einzelnen Aktienstrategien im Renditevergleich aufrufen. Zunächst einmal wird die durchschnittliche Rendite über den Zeitraum 1991 bis Ende 2011 als wesentliches Kriterium herangezogen. Desweiteren findet sich die Rendite im laufenden Jahr. Wer genaueres über die Strategien wissen möchte, folgt bitte dem Reiter "Aktien Strategien -Übersicht".


Aktien Strategien - Renditevergleich:
--> http://www.aktien-strategien.blogspot.co.uk/p/aktien-strategien-renditevergleich.html

Freitag, 29. Juni 2012

Aktienstrategie: Bollinger-Bänder


Durchschnittliche jährliche Netto-Rendite* von 1991 bis Ende 2011:
2.11%
--> hier gehts zum: Bollinger-Strategie-Backtest


Die Bollinger-Bänder (--> Hauptartikel) sind zwar nicht im eigentlichen Sinne eine Aktienstrategie, dennoch lohnt sich hier ein Kauf- bzw. Verkaufssignal als zusätzlicher Investitionsgrund. Wer sich die Backtestergebnisse für die Anwendung bei DAX-ETFs ansehen möchte, folgt bitte dem obigen Link.



* nach Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Börsengebühren

Mittwoch, 27. Juni 2012

Der Fiskalpakt - Ein zahnloser Tiger

Der vermutlich am 01. Januar 2013 in Kraft tretende Fiskalpakt von 25 der 27 Länder der Europäischen Union (Großbritannien und Tschechien entschieden sich dagegen) wird in seinem jetzigen Konzept seine Wirkung ähnlich wie der Stabilitäts- und Wachstumspakt der 90er verfehlen. (--> vertiefende Erklärung: Fiskalpakt der 25)
Die viel zitierten 0.5% als Maximum für das jährliche Defizit werden nicht eingehalten werden. Zunächst einmal gibt es Ausnahmen für "schwere Konjunktureinbrüche" und "außergewöhnliche Ereignisse". Dabei sind die Wörter "schwer" und "außergewöhnlich" unzureichend definiert und lassen viel Deutungsspielraum. 

Im Falle eines Verstoßes, falls dieser auch tatsächlich durch den Europäischen Gerichtshof geahndet werden sollte, sind die Konsequenzen nicht ernstzunehmend genug. So muss mit einem maximal "Bußgeld" von gerade einmal 0.1% des BIPs gerechnet werden. Kurz- bis mittelfristig ist der Einfluss dieser Strafe auf die Refinanzierungsmöglichkeit eines Staates äußerst beschränkt. Die aktuelle Politik ist vom kurzfristigen Denken gesteuert, da macht es erst einmal keinen Unterschied, ob das Defizit bei 2% oder 2.1% des BIPs liegt. Zudem sollen schrittweise die Ausgaben der 25 Staaten gekürzt werden und zwar jedes Jahr um 5% der Differenz zwischen der aktuellen Staatsverschuldung (>60% des BIPs) und der Maastricht-Grenze (60% des BIPs). Bei gleichbleibenden! Einnahmen könnten Länder mit gegenwärtig 80%iger Verschuldung diese in 13 Jahren auf 70% reduzieren, weitere 14 Jahre wären notwendig um sie auf 65% zu drücken und dies gilt gerade einmal für das Best-Case-Szenario.

Machen wir uns nichts vor. Die Schuldenlast wird weiter steigen, auch wegen "außergewöhnlicher Ereignisse" wie die  Haftung für die beiden Rettungsfonds EFSF und ESM. Wenn die Politik und vor allem die europäische Bevölkerung nicht umgehend harte Einschnitte durchzusetzen bzw. zu akzeptieren bereit ist, wird die Last weiter steigen. Höhere Inflation, höhere Steuern und Sozialabgaben werden die unmittelbaren Folgen sein. Schuldenschnitte sind meist nur die ultima ratio.

Sonntag, 24. Juni 2012

Griechenland rückt von Sparvorgaben ab

Nachdem sich die drei Parteien Nea Dimokratia, Pasok und die Demokratische Linke sich auf eine Koalitionsregierung geeinigt haben, beschlossen diese auch sogleich von den bisherigen Sparvorgaben der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) Abstand zu nehmen. Diese Vorgaben waren die Bedingung für den 130 Mrd. € Kredit im Februar dieses Jahres.


So findet sich in ihrem Koalitionsprogramm die Entlastung geringer Einkommen, das langsame Anheben von Löhnen und Renten und die Verlängerung der Auszahlung des Arbeitslosengeldes von ursprünglich einem Jahr auf zwei Jahre. Zudem sollen nicht wie bisher geplant tausende Arbeitsplätze im Staatsapparat gestrichen werden, sondern man möchte die Gesamtzahl der Stellen nur noch über eine geringere Einstellungsquote verringern. 


Die Bundesregierung ist bisher lediglich dazu bereit die zeitliche Beschränkung für die Rückzahlung der Kredite zu lockern, nicht jedoch von den Sparmaßnahmen entscheidend abzurücken. Doch Angela Merkel wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch hier dem aufkommenden politischen Druck beugen müssen. 
Alle Anzeichen deuten weiterhin daraufhin, dass die wirkliche Krise weiter verschleppt wird. Letztendlich muss man sich die Frage stellen, ob die Politik in erster Linie der heutigen Generation oder der zukünftigen Generation verpflichtet ist. 
Expertenmeinungen zufolge wird es Griechenland mit dem Euro über diese Dekade  nicht schaffen ihre Wirtschaft gegenüber anderen Ländern wieder wettbewerbsfähig umzugestalten. 
Anleger sollten weiter mit hoher Volatilität rechnen und ihre Aktienstrategie bzw. Anlagestrategie entsprechend kurz- bis mittelfristig anpassen. 

Freitag, 15. Juni 2012

Wie würde eine Bankenunion funktionieren?

Grundlegendes Ziel ist es, dass nicht mehr wie in der Vergangenheit der Steuerzahler jedes angeschlagene Institut aus Angst vor, gegenüber dem Bailout, noch höheren Kosten retten muss. Diese Praktik verhindert das Wirtschaftswachstum ganz erheblich, weil erstens im negativen Szenario die Staatsschulden steigen, und damit letztendlich die Konsumkraft der Bürger sinkt und zweitens weil es für Unternehmen, im speziellen Banken, die falschen Anreize setzt. Banken haben ein wichtige Rolle in unserer Marktwirtschaft. Sie sollen innovative Unternehmen mit Krediten stützen, so dass diese Wachstum herbeiführen können.
Nun sollen vor allem Eigentümer und Gläubiger die ersten Adressaten für die Abwicklung von strauchelnden Finanzinstituten sein, der Bürger muss "lediglich" in der letzten Instanz haften.


Struktur:
Wesentliches Element der Bankenunion wird eine Europäische Aufsichts- und Regulierungsbehörde mit einheitlichen transnationalen Regeln sein. Unter anderem wird Basel III ab 2013 mit seinen neuen Anforderungen zur Stabilität des zukünftigen Bankensektors besonders beitragen. Darüber hinaus wird ein Abwicklungsfonds geschaffen, den Banken über eine jährliche Abgabe auf alle Verbindlichkeiten finanzieren müssen. Wichtigstes Kernelement ist der Schutz der Kundengelder, insbesondere kleinerer Vermögen. Dieser Schutz soll bis 100.000€ gehen.


Ablauf:
Gerät eine Bank in die Notlage dem Zahlungsverkehr nicht mehr nachzukommen muss sie Insolvenz anmelden. Eine gesamteuropäische Aufsichtsbehörde kümmert sich dann gemeinsam mit dem Institut um die Erstellung eines ordentlichen Abwicklungsplans. 


Abwicklung:
Während eines erfolgreichen Abwicklungsprozesses gelingt es der Bank und der Aufsichtsbehörde so viele Gläubiger wie nötig aus der Liquidation des Unternehmens zu bedienen. Das bedeutet ganz konkret: Geschäftsteile zu verkaufen, Vermögenswerte auszugliedern und die Schaffung einer Bad Bank (Haftung Gläubiger und Eigentümer). Hierbei werden zunächst einmal die vorrangigen Gläubiger und öffentlichen Gläubiger, sofern es welche gibt, berücksichtigt. Auf den Teil der Schulden die aus der Liquidation nicht bedient werden können, müssen die restlichen Gläubiger verzichten. Eigentümer haben kein Recht ihren Anspruch auf die Liquidation geltend zu machen. 


Diese Regeln sind ein Basisvorschlag des EU-Binnenmarktkommissars Michel Barnier zu einer europäischen Bankenunion. Die Umsetzung ebendieser ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Vereinigten Staaten von Europa, die meines Erachtens nach unbedingt angestrebt werden müssen. Die wirtschaftlichen Gründe sehe ich dabei sogar erst an zweiter Stelle, nach den politischen. Allerdings kann die Politik auch nur funktionieren, wenn sie nicht permanent von Wirtschafts- und Haushaltskrisen gegängelt ist. Viele weitere Schritte mögen hoffentlich folgen!


Hier gehts zu:
--> Droht uns der Börsenkollaps? Eine Einschätzung

Mittwoch, 13. Juni 2012

Erweiterte EUMA-Strategie:

Nach viel Arbeit in den letzten Wochen bin ich nun stolz darauf, Ihnen die erweiterte EUMA-Strategie präsentieren zu können. Diese basiert ausschließlich auf den normalen Kursdaten (Open, High, Low, Close) sowie auf die beiden EUMA-Linien (Tal, Berg). Ich konnte diese Aktienstrategie so modifizieren, dass sie nun nur noch während besonders überverkaufter Phasen Kaufsignale generiert und in überkauften Perioden Verkaufssignale sendet. Damit entferne ich mich strategisch noch weiter von einer trendfolgenden hin zu einer antizyklisch operierenden Aktienstrategie

Dies hat freilich den Nachteil in stabilen Phasen Kurssteigerungen zu verpassen. Allerdings gibt es genügend stabile Unternehmen mit volatilen Kursen, auch während gesamtwirtschaftlich stabilen Phasen. Hier punktet also die Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Aktien fundamental starker Konzerne. Während volatiler Zeiten spielte die erweiterte EUMA-Strategie im Backtest ihre Vorteile voll aus. Selbstverständlich sagt ein Backtest nicht unbedingt die zukünftige Entwicklung voraus. Dennoch gelang es der neuen Strategie in den verschiedensten Marktphasen beispiellos treffsichere Signale zu geben. 


Update (29.08.2012)

Der Backtest für Volkswagen VZ wurde entfernt, da die Strategie grundlegend abgeändert wurde.
--> LINK