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Montag, 19. September 2011

Stop-Loss-Strategie

Durchschnittliche jährliche Rendite von 1989 bis 2009: 9,2%

Anwendung:
Jedes Jahr wird ein DAX-ETF (Exchange Traded Fund) gekauft. Man setzt als absolute Verlustgrenze -10%. Erreicht der DAX während des laufenden Jahres diese Grenze, so wird das ETF verkauft und bis zum Neujahrestag auf das Reinvestment verzichtet. Wenn nicht, wird ausgehend vom neuen Jahresanfangskurs der Stopp auf -10% gelegt.

Beschreibung:
Eine alte Börsenweisheit besagt „Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu begrenzen“. Genau dies wird mit der Stop-Loss-Strategie umgesetzt. Viele Anleger lassen ihre Investments oftmals zu lange und zu tief in die Verlustzonen laufen, bevor sie sich zum Handeln gezwungen fühlen. Gefühle führen meist zu fehlerhaften Entscheidungen. Man sollte möglichst versuchen, seine Strategie an eindeutige mathematische Kriterien zu binden. Ein Stopp-Loss kann dabei von elementarer Bedeutung sein.

Vorteile:
In wirtschaftlich guten Zeiten partizipiert man an extremen Gewinnrenditen, weil nach oben keine Grenzen gesetzt werden. Zudem schont man seine Nerven während Rezessionen und Depressionen. Das Prinzip der Strategie ist einfach und klar verständlich, der Zeitaufwand nur minimal.

Nachteile:
In Jahren, in denen die 10%-Trigger-Linie (Auslöserlinie) überschritten wird, kann es passieren, dass sich der DAX bis Ende des Jahres wieder erholt. Von dieser Erholung kann man dann nicht profitieren. So geschah es 2003 und 2009. Zudem muss man darauf gefasst sein, über Jahre hinweg mit -10% nach Hause gehen zu müssen. Zuletzt war dies der Fall von 2000 bis Ende 2003 (4 Jahre). Auf längerfristiger Basis dürfte man aber auch mit dieser Strategie sein Vermögen mit überdurchschnittlichen Renditen aufbauen können.

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