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Montag, 19. September 2011

200-Tage-Linie Strategie oder gleitende Durchschnitte - GD

Durchschnittliche jährliche Netto-Rendite* von 1991 (Oktober) bis Ende 2011: 7.09%

Anwendung:
Es wird immer dann ein DAX-ETF gekauft, wenn die 200-Tage-Linie des gleitenden Durchschnitts von oben nach unten durch den Kursverlauf des DAX schneidet. Kreuzt wiederum der Kursverlauf von oben nach unten durch die 200-Tage-Linie wird ein Verkaufssignal generiert. Die Kaufs- und Verkaufssignale werden jedoch zunächst einmal eingefroren. Nur wenn innerhalb der nächsten drei Tage kein gegenläufiges Signal angezeigt wird, gilt es als bestätigt und der Order wird ausgeführt.

Beschreibung:
Die 200-Tage-Linie ist einer der populärsten Indikatoren in der Börsenwelt. So verhalf sie Anlegern 2008 zu einem völlig verlustfreien Jahr, denn kein einziges Mal wurde ein Kaufsignal generiert. Angesicht der horrenden Verluste des DAX von über -40% erscheint diese Strategie glorreich. Doch warum wählt man nun eine Durchschnittslinie als Indikator für Kauf- und Verkaufsorders? Dies hat damit zu tun, dass sie zu den trendfolgenden Indikatoren gehören. Entwickelt sich der deutsche Aktienindex gut, macht diese Bewegung auch die 200-Tage-Linie mit, jedoch verzögert. Dadurch ergeben sich wunderbare Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten.

Vorteile:
Es lassen sich mit dieser Trendstrategie hervorragend Gewinne in starken Aufschwungphasen mitnehmen, so wie es in der Hausse von 2003 bis Ende 2007 der Fall war. Verluste hingegen können bei starken Abwärtsbewegungen erfolgreich vermieden werden, siehe 2008.

Nachteile:
Leider bilden gleitende Durchschnitte in Seitswärtsmärkten viele Fehlsignale, vor allem wenn diese volatil (stark schwankend) sind. Dies führt zu minimalen Verlusten und Gewinnen. Auf Grund der Ordergebühren wird es jedoch dann öfter zum Minusgeschäft. Außerdem kann es passieren, dass wir viele Male im Jahr zum Handeln aufgefordert werden, wenn der DAX und die 200-Tage-Linie sich oftmals überkreuzen. Diese Strategie zahlt sich vor allem in eindeutigen Trendphasen aus. Während wirtschaftlicher Unklarheit, muss man sie mit Vorsicht genießen.

Einsicht in die Backtests erhalten Sie hier:
→ GoogleDrive

* nach Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Börsengebühren 

Kommentare:

  1. Hey,
    interessante Seite hast Du hier aufgebaut :)
    Du hast allerdings im Backtest 1991 bis Ende 2011 in den letzten Zeilen die Abgeltungsteuer vergessen (in Excel wohl vergessen, die Spalte AF runterzuziehen). Das ändert das Ergebnis leider schon um einiges.

    LG

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  2. Danke für den Tipp, korrigiere es gerade. So etwas sollte eigentlich nicht passieren ;)

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  3. Hallo, klingt ja interessant was du hier schreibst, leider lassen sich die Backzeit Ergebnisse nicht mehr herunterladen, da es Ubuntu One ja nicht mehr gibt. Könnte man die Files an einem anderen Ort zum Herunterladen anbieten?

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  4. Werde dies innerhalb der nächsten 7 Tage tun, danke für den Hinweis

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  5. Backtests sind jetzt wieder einsehbar, wobei ich nicht ausschließen kann, dass einzelne Dateien Fehler enthalten, es handelt sich also um Beta Versionen, werde dies Schritt für Schritt in definitiv fehlerfreie Excelsheets umwandeln

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